auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 6

Barchon- Terril du Bas-Bois bei Soumagne: 12 km

19.Mai 2024 – Pfingstsonntag

Tolles Wetter ist zwar nicht angesagt – aber langanhaltenden Regen soll es auch nicht geben. Also los zur nächsten kurzen Etappe. Ich muss leider alleine laufen – Andrea und Michael trauen dem Wetterbericht nicht …

auf dem GR5 Richtung Mittelmeer

Eigentlich wollte ich das Auto am Schloss in Wégimont parken – aber da ist heute zu Pfingsten richtig was los – Parkplätze Mangelware. Also wähle ich als Ausgangspunkt eine alte Zeche mit Aussichtspunkt nicht weit vom Wanderweg: Bas Bois. Von dort wieder mit dem Rad nach Barchon – perfekt später für den Rückweg, da in unmittelbarer Nähe zur Autobahnauffahrt. Der Weg geht zunächst über eine alte Bahntrasse (die kann man immer an den gleichmäßigen Kurven auf der Karte identifizieren) am Turm der Burg von Saive vorbei. Die aus dem 12. Jh stammende Burg lag strategisch wichtig zwischen dem Fürstbistum Lüttich und dem Herzogtum Limburg und hat auf diese Weise natürlich die Jahrhunderte auch nicht unbeschadet überlebt …

Deutlich ist zu erkennen, dass vor zwei Tagen in einem immensen Dauerregen die gesamte Regenmenge des Monats innerhalb von 24 Stunden auf die Gegend eingegangen ist: die Wege sind unterspült, die Pumpen in den Kellern laufen auf Hochtouren und die Leute haben Besseres zu tun als zu wandern: sie kämpfen mit Besen und Wischeimern gegen den Schlamm, den das Wasser in den Kellern zurückgelassen hat. Die Wege sind meist wieder gangbar, wenn auch schlammig und oft rutschig.

Des einen Freud ist des anderen Leid: auf dem Hinweg mit dem Rad habe ich mich noch über einen ganz neuen Radweg auf einer alten Bahntrasse gefreut – zu Fuß erhöht das allerdings nur den im mittleren Teil der Strecke sowieso schon hohen Asphaltanteil. Aber die Landschaft ist schön und die Wildgänse auf der überspülten Wiese sehr fotogen, da lässt sich sogar das verkraften.
Trotzdem verlasse ich bald darauf den GR, da dieser weiterhin Asphalt vorsieht: ich denke, in den letzten Jahren sind viele Neubauten aufgrund der Nähe zu Lüttich entstanden, so dass die ursprünglichen Feldwege mit festem Belag aufgewertet wurden – die Autofahrer freut’s…
Der GRP 563 windet sich Richtung Osten, links um den Terril von Micheroux herum, ein anderer GRP (412) nimmt einen nicht asphaltierten Weg rechtsrum (Richtung Westen).
Terril? – Was ist das? Ich ziehe einfach den französischen Ausdruck vor, der in meinen Ohren netter und freundlicher klingt als „Abraumhalde“. Aber so martialisch, wie es dieser Ausdruck andeutet, sieht das hier, sicher 50 Jahre nach Stilllegung der Zechen gar nicht mehr aus – und so finde ich „Terril“ einfach schöner. Und auch die Nutzung der Halde, die inzwischen mit hochstämmigen Birken bewaldet ist, als Wanderweg und Motocross- Piste zeigt nicht mehr viel von der Bergbauvergangenheit.


Auf den letzten Kilometern geht es kurz über den Ravel der Linie 39, die von Moresnet nach Lüttich führt, dann durch Wiesen am Ruisseau du Marais entlang, und zum Schluss in einer Schlammschacht entlang der Trasse des TGV. Ziel ist die ehemalige Zeche „La belle fleur“ deren Förderturm in den 70er Jahren rein zufällig nicht der Abrissbirne zum Opfer gefallen ist. Das kleine Museum ist zwar geschlossen, aber ich konnte doch einen Blick in den Maschinenraum erhaschen. Auch die Schienen für die Loren hoch zur Halde liegen noch, ebenso wie der Tank des Wasserreservoirs oben auf dem Terril. Ja, als Kind des Ruhrpotts habe ich eben ein etwas sentimentales Verhältnis zu den Relikten der alten Bergwerkskultur – man sehe mir also die Menge der Bilder mit alten Maschinen nach ….

auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 5

Dalhem – Barchon: 9 km Fahrrad und 9 km zu Fuß

5.Mai 2024

Heute hatte ich nur am Nachmittag Zeit – aber das ist sicher genau richtig, um mit meinen Freunden Andrea und Michael wieder auf gleichen Stand zu kommen, damit wir beim nächsten Mal wieder gemeinsam weiterwandern können.

Heute also mit dem Auto nach Barchon, das direkt an der Autobahn nach Lüttich liegt – so dauert die Anfahrt auch nur 20 Minuten. Wieder mit dem Rad zum Ausgangspunkt der Wanderung (und zum Endpunkt der letzten Etappe) nach Dalhem. Der Fahrradweg führt über eine alte Bahntrasse, von denen es hier in der Region unzählige gibt: die Menschen aus der Umgebung mussten ja irgendwie zur Arbeit, zu den Zechen nach Blegny und in die Stahlwerke nach Lüttich gelangen und dazu hat man dann im 19. Jahrhundert diese für Belgien typischen Kleinbahnen, die „Vicinal“ gebaut.
Das hat zwar nichts mit der Wanderung selbst zu tun – da aber die Wander- und Radwege immer wieder diese alten Trassen nutzen, habe ich mal eine Karte dazugelegt, um die Dichte dieses Netzes zu zeigen:

In Dalhem geht die Wanderung an der ehemaligen Burg des gleichnamigen Herzogtums los. Vom 11. bis zum 17. Jahrhundert bestand die Burg. Das Herzogtum – schon längst nicht mehr selbstständig – wurde von Napoleon aufgehoben.

Der Weg läuft zunächst über die Trasse der Vicinal , die bis 1955 von Fourons-le Comte nach Blegny führte, später oberhalb des Maastals über schmale Wiesenpfade. Dort treffe ich zwei Frauen aus Maastricht, die sich vorgenommen haben, zu Fuß nach Rom zu laufen – oder zumindest so weit, wie sie innerhalb von 3 Monaten kommen. Chapeau! Ich finde, so eine lange Tour ist schwierig zu managen: Man braucht schon sehr viel Geld, um immer im Restaurant essen zu gehen – oder sehr viele Muskeln, um neben Zelt, Isomatte und Schlafsack auch noch Kochzeug und Lebensmittel mitzuschleppen. Die Quadratur des Kreises …. Meines Erachtens haben die beiden Romwanderer (Pilger?) auf ihre starken Muskeln gesetzt ….
Nachdem ich mich von den beiden verabschiedet habe, geht es bald steil ins Tal der Julienne hinunter, die aus dem Herver Land kommend über mehrere Kilometer durch ein pittoreskes Tal parallel zur Maas fließt. Dann noch durch einen Tunnel die Autobahn unterqueren und ich bin wieder an meinem VW-Bus, mit dem ich das Fahrrad holen und zurück nach Hause fahren kann

auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 4

Aubel- Dalhem: 19 km

28. April2024

Heute musste ich die nächste Etappe auf dem GR 563 wieder alleine laufen. Und nur deswegen, weil meine Mitwanderer Andrea und Michael jetzt auch mit dem Virus infiziert sind. Virus? Epidemie? Na ja, so schlimm eigentlich nicht- gemeint ist das „Fernwanderweg- Virus“. Den beiden hat die letzte Etappe so gut gefallen, dass sie über Ostern (ich war zum Wandern in der Türkei auf dem Lykischen Weg) alleine ohne mich weitergelaufen sind. So ist das eben – das ist mein Risiko, wenn ich versuche meine Freunde zu solchen Touren zu motivieren. Das heißt, dass es geklappt hat ….

bei Aubel

Das heißt aber auch, dass ich heute nur ein Auto habe. Deswegen kommt wieder die Auto- Fahrrad Variante zur Anwendung. Mit dem Auto nach Dalhem, dann mit dem Rad nach Aubel – 12 km bergauf … aber dabei durch das ungemein schöne und liebliche Tal der Berwinne und zuvor durch den kleinen Ort Mortroux. In Mortroux ging das mit dem Radfahren allerdings heute gar nicht so gut: der ganze Ort ein einziger Flohmarkt. Nein, ich guck nicht nach links und nicht nach rechts – ich will schließlich noch 19 km wandern und ich miste doch gerade selbst meinen Keller aus ….
Kurz nach 12 Uhr habe ich dann das Rad am Markt in Aubel angeschlossen – auch da müsste ich mal wieder hin: auf dem Sonntagsmarkt in Aubel mit seinen unzähligen regionalen Produkten war ich schon eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr zum Einkaufen.

ehemal. Zisterzienserabtei Val Dieu

Zunächst führt der Weg über kleine Gässchen und Wiesenpfade Richtung Val Dieu. Heute gibt es unglaublich fotogene Wolken, so dass der Panoramaweg zur Abtei wirklich herausragend ist. Die Zisterzienser wussten schon, wo sie ihre Klöster gründen: das Berwinne- Tal ist auch heute noch ein besonders schönes Fleckchen Erde – das weiß aber auch nicht nur ich. Nach wochenlangem Regen ist heute der erste halbwegs schöne Sonntag – ich bin nicht allein unterwegs, und außerdem hat Aubel einen Volkswandertag organisiert. Val Dieu und vor allem der Klostergarten und die Klostergaststätte mit Abteibier sind zwar unbedingt einen Besuch wert, aber heute lasse ich sie links liegen …. Es sind noch 12 km bis Dalhem und es ist schon fast 14.00.
Bis Mortroux laufe ich weiterhin im Tal der Berwinne auf schmalen Pfaden mit wunderschönen Ausblicken.

In Mortroux selbst kann ich den Versuchungen des Flohmarkts dann doch nicht widerstehen: ich finde drei alte Postkarten, die meine Sammlung lokaler historischer Ansichtskarten bereichern und eine mediterrane Salatschüssel zu einem unschlagbaren Preis …
Die letzten Kilometer nach Mortroux sind etwas weniger pittoresk -aber insgesamt war es nach 4,5 Stunden Fußweg ein höchst gelungener Wandertag. Fortsetzung folgt !

auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 3

Sippenaeken- Aubel, 12km

10. März 2024

Die letzte Etappe scheint Anklang gefunden zu haben: Andrea ist sie mit ihrem Mann einige Tage nach unserer Tour nachgewandert und jetzt fragt Michael, ob wir Lust haben ihn mitzunehmen. Aber klar doch!

Mit zwei Autos ist die Anfahrt auch viel entspannter: wir parken den Bus in Aubel, stellen den anderen Wagen in Sippenaeken ab- und dann geht’s los.

Frühling! – Ok, heute ist kein strahlender Sonnenschein, aber überall zwitschern die Vögel und die Krokusse und Narzissen sind voll erblüht. Zunächst führt der Weg über eine weite Wiese, die ich noch aus Miras Zeiten kenne, danach wandern wir durch einen Wald , der sich bis zur Straße zwischen Sippenaeken und den Fourons erstreckt. So weit gehen wir heute allerdings nicht – unser Weg biegt vorher nach Süden Richtung Hombourg ab – und so sehen wir auch nicht das Schild, das an den hier verlaufenden Eisernen Zaun erinnert, der unter Hochspannung während des 1. Wks die tödliche Grenze zwischen den neutralen Niederlanden und dem Deutschen Reich darstellte. Noch eine von den unsäglichen Idiotien, die sich hier im Grenzland abgespielt haben….

Wir überqueren den Ravel, die ehemalige Linie 39 von Plombières nach Lüttich, und gelangen ins Dorf nach Hombourg: vorher steigen wir aber noch zum Kreuz auf dem Schaesberg (275m) hoch und genießen dort den weiten Blick über die Felder und Dörfer der Umgebung.

Blick vom Schaesberg bei Hombourg


Von da aus folgen wir kurz dem asphaltierten Ravel, biegen dann auf einen kleinen Feldweg ab und gelangen auf schmalen Pfaden und Heckenwegen bis nach Aubel. Der Sonntagsmarkt ist bei unserer Ankunft gerade beendet – aber die Cafés und Frituren sind geöffnet, so dass die knapp 3-stündige Wanderung mit Fritten, Hamburger und Bier (alkoholfrei…) ausklingt. Fortsetzung folgt – so hoffe ich – in den nächsten Wochen

auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 2

Wolfshag – Sippenaeken, 10 km

25. Februar 2024

Heute Morgen gab es nach einer gefühlten Unendlichkeit an Regen in den letzten Wochen endlich etwas blauen Himmel und einige Sonnenstrahlen. Wanderwetter!
Meine Freundin Andrea kommt mit, und so begeben wir uns zum Endpunkt der letzten Etappe und damit zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung an der belgisch- niederländischen Grenze zwischen Gemmenich und Vaals. Ich bin mit kurzärmligem Hemd und Fleece losgefahren – unterwegs dämmert mir, dass der Frühling vielleicht doch noch nicht so weit die Nase herausgestreckt hat: es bläst ein kalter Wind bei maximal 5 Grad … ok, dann brauchen wir uns eigentlich nur noch zu bewegen ….

Auf der Tour wurde mir dann wirklich nicht kalt- wir waren ausreichend schnell unterwegs. Ich habe den markierten Weg heute wieder etwas freier interpretiert (wir befinden uns immer noch auf durch unzählige Hundespaziergänge bekanntem Terrain), so dass wir einigen Asphaltstrecken ausweichen konnten. Schon zu Beginn gibt es einen Weg etwas oberhalb des Radwegs, der sich zu Fuß deutlich besser läuft als der radfahrtaugliche Asphalt.
Die Blicke und die Wolken sind wieder phantastisch: vom Höhenzug zwischen Belgien und den Niederlanden kann man weit ins Land blicken.

die fehlende Vegetation liegt eher am bleihaltigen Boden als an der Jahreszeit …

In Plombières (Nomen est Omen) laufen wir über die karge Vegetation der ehemaligen Bleihalden (zu dieser Jahreszeit blüht noch nicht einmal die sonst typische Galmeiflora), wir wandern entlang der umgeleiteten Göhl, die vor einhundert Jahren durch einen Tunnel in die Bleiwäsche geführt wurde – heute sieht man noch Wehr und Wasserfall – sehr fotogen!

an der alten Bleiwäsche

Bis Sippenaeken folgt der Weg dann meist naturbelassenen Wegen entlang der sich mäandernden Göhl oder, wie es hier in der Wallonie heißt, der „Gueule“. Dann noch über den Campingplatz, die kleine Brücke über die Gueule nehmen und zuletzt an kleinen Ferienhäusern vorbei den Hügel hoch nach Sippenaeken. Hier ist das bergige Urlaubsland für die Niederländer und alles in holländischer Hand!
Michael holt uns dann in Sippenaeken ab, so dass wir heute nicht das Fahrrad für den Rückweg benötigen. Echt nett !

auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land- Tag 1

von Kelmis zum Wolfshag, 10 km

14.Januar 2024

Mein neues Projekt ist ein Heimspiel: ich möchte den GR 563 wandern, der sich als Rundkurs über 160 km mäandernd durch Ostbelgien und das Herverland zieht.
Beginn der Tour ist in Kelmis- also fast vor der Haustür. Auf diese Weise ist die Hemmschwelle geringer, auch bei unwirtlich nasskaltem Wetter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt von zu Hause aus loszulaufen, und ich gelange schon nach wenigen 100 Metern auf den rot-weiß bzw rot-gelb markierten GR. Besonderes gibt es auf der kurzen Etappe nicht zu berichten: Ich kenne die Gegend und die diversen Wanderwege sehr gut, aber die Auswahl der Strecke kann ich nur mit dem Prädikat „einfallslos und lieblos“ bezeichnen.

Der Weg führt zunächst unter dem beeindruckenden Moresneter Viadukt hindurch, vom Dorf Moresnet aus dann wieder zurück, die Bahnlinie Richtung Aachen entlang und dann den Moresneter Pilgerweg Richtung Dreiländereck- ohne, dass der Weg an dem durchaus überregional bekannten Pilgerort mit seinem Kalvarienberg vorbeigeführt wird.

Um diese Jahreszeit empfinde ich die breiten gemeinsamen Fuß- und Radwege als unproblematisch. Sobald das Wetter aber besser wird, sind der ausgefahrene Pilgerweg und vorher der asphaltierte RAVEL die Göhl entlang jedoch von Mountainbikes und E-Bikes so frequentiert, dass man sich als Fußgänger oft nur noch mit einem Sprung zur Seite retten kann. Dabei gäbe es eine Vielzahl kleiner sympathischer Wanderwege in Richtung Dreiländereck… .

Von dort oben aus zieht sich ein landschaftlich interessanter Pfad mit tollen Ausblicken übers Herver Land die holländisch- belgische Grenze entlang bis zur Straße nach Vaals am Wolfshag. Von da aus gibt es einen Bus zurück nach Kelmis, so dass meine erste Etappe nur ein längerer Winterspaziergang am Sonntagnachmittag gewesen ist. In den nächsten Wochen ist die Fortsetzung geplant – möglicherweise dann mit Fahrrad und Wanderschuhen.

🚶 2024-25: auf dem GRP 563 durchs Herver- und Eupener Land: 160 km in vier Jahreszeiten

diesmal ein Heimspiel:
der Beginn- oder das Ende ? – des Wegs liegt in Kelmis
(oder Eupen, Herve bzw. Barchon –
wie das bei einem Rundweg eben so ist …).
Ich folge dem meist rot -gelb gezeichneten GR durch die sanfte Hügellandschaft zwischen Venn und niederländischer Grenze
– nicht spektakulär sondern geruhsam, entspannend:
eine Wohltat für die Seele!

Den Blog
schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch

Die Powerpoint
…. erstelle ich später zu Hause: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläre Zusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow
… ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.

… der Track zum Download und mehr Infos zu Wegbeschaffenheit und Höhenprofil?

🚶2024- Wanderung am Südrand des Hohen Venns

in 4 Tagen von Monschau ins Ameltal

Wanderung am Südrand des Venns: Mix aus Wegen übers Hochmoor, entlang der dort entspringenden Bäche , über morastige Pfade und über die Hochebene. Auf der Wanderung sehen wir neben Monschau die geschichtsträchtigen Orte Malmedy und Stavelot. 4 Tage wandern bei tollem Herbstwetter – ein Genuss!

Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläreZusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.

Karte und Track der Wanderung

Auf dem Coast to Coast Way durch England: Tag 19 – mit Zug und Flug von Scarborough über Charleroi zurück nach Kelmis

Mittwoch, 17.Juli 2024

Glücklicherweise habe ich gestern Abend nach dem Check- in noch einmal die Zugverbindungen kontrolliert. Schreck in der Abendstunde: unser Zug ist wegen Streik gecancellt! Glücklicherweise gibt es noch einen Zug eine Stunde früher – 7.10 . Also heißt es mitten im der Nacht – um 6.00 – aufstehen, kurz einen Tee bzw. Nescafé im Zimmer trinken und auf zum Bahnhof.

Die Möwen haben hier das Regiment übernommen. Die sitzen in jedem Fenster, lassen sich durch nichts aus der Ruhe bringen, und ich habe sogar gesehen, wie sie in ein Geschäft hineinspazierten auf der Suche nach Essbarem.

Da wir jetzt so früh losfahren, haben wir beim Umsteigen Zeit: wir besichtigen in York in aller Ruhe die Kathedrale, werfen einen Blick in die Altstadt. ich finde sogar noch Zeit, mir eine neue Bluse zu kaufen (Schnäppchen !!). Nur die Innenbesichtigung der Kathedrale muss ausfallen: sie macht erst um 9.30 auf und für die halbe Stunde, die wir dann noch Zeit hätten, 18 £ zu bezahlen wäre schon ziemlich happig… Aber von außen sieht man auch schon, wie majestätisch sie ist – und wieviel Spaß die Steinmetze bei den Arbeiten hatten, die man nur unter Mühen mit gutem Zoom entdecken kann.

Weiter geht’s nach Manchester: auch dort gehen wir zu Fuß durch die Stadt von Victoria nach Picadilly Station. Es ist schon erstaunlich, wie nah die heruntergekommene Industrie -Architektur aus dem 19. bzw. dem Beginn des 20. Jahrhunderts und hochmoderne Einkaufs- und Wohnanlagen nebeneinander liegen.

Am Airport dann wie so häufig: ich werde rausgewunken. Ich weiß nicht, was ich so anderes im Rucksack habe als Dagmar …. Zum Schluss ist alles ok. Von Charleroi aus dann mit Bus, Zug und unserem VW Bus zurück nach Kelmis. Andrea hat den Bus netterweise wieder am Bahnhof geparkt.

Resumé des Coast to Coast: sehr unterschiedliche Landschaften und drei Nationalparks. Sehr wenig Asphalt, angenehm für die Füße. In Großbritannien scheint es ein Recht auf öffentliche Passage auch über Privatgelände zu geben.
Mit dem Wetter üben wir noch mal – aber eigentlich hatten wir im Endeffekt nur zwei komplette, echt fiese Regentage und zwei Regentage, bei denen zumindest die letzten zwei Stunden vor Ankunft noch zum Trocknen unserer Klamotten genutzt werden konnten. Die Temperaturen ? – wärmerer Winter bei 10 bis 15 Grad. Aber das ist doch zum Wandern perfekt ?!!
Auffällig war, dass wir auf dem Weg so gut wie keine Deutschen gesehen haben (gibt’s sonst nirgendwo!): wir trafen vor allem Engländer, aber auch Nordamerikaner aus den USA und aus Kanada, Australier, einige Belgier, Dänen und Norweger. Zu Beginn gab es noch einige Menschen mit Zelt – später sind sie mir nicht mehr aufgefallen: Vielleicht hat die das Wetter doch vertrieben ?
Auf jeden Fall macht der Weg Lust auf weitere Englanderfahrungen – aber evtl. nach Konsultation der Großwetterlage…..

Ich freue mich wirklich über eure Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass ihr den Blog mögt und Spaß an meinen Reiseimpressionen habt:
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Auf dem Coast to Coast Way durch England: Tag 18– von Egmont über Robin Hood’s Bay und weiter nach Scarborough

Dienstag, 16. Juli 2024,27 km,1050m+, 1170m-

Letzter Wandertag!
Wir kehren jetzt nicht mehr auf den vorgeschlagenen Coast to Coast Way zurück, sondern wählen den markierten Fußweg durch das Esk- Tal nach Whitby. Wobei anzumerken ist, dass es ja eigentlich „den“ C2C auch gar nicht gibt. Der Erstbeschreiber dieses Weges, Alfred Wainwright, hat vor 50 Jahren dezidiert dazu aufgerufen, andere Pfade als nur den von ihm beschriebenen zu entdecken.

Nach einigen Straßenkilometern verläuft der Trail auf den von mir so geliebten Wiesenwegen mit Wiesentoren und (hier seltener) Stiles. Mitten im Nirgendwo an einem Stile (!) kommen uns zwei Radfahrer auf bepackten Trekkingrädern entgegen. Die denkbar schlechteste Ausrüstung für solche reinen Fußwege … . Es handelt sich um einen Engländer mit seiner amerikanischen Freundin, die lange in Deutschland gelebt haben ( super deutsch sprechen) und jetzt in Dordrecht/NL wohnen. Auf den Wanderweg waren sie eher versehentlich geraten bei dem Versuch, den Radfahrer-unfreundlichen Straßen auszuweichen.

Bald schon kommen die malerischen Ruinen der Kathedrale von Whitby in den Blick. Es sind allerdings noch sicher 5 km bis dahin. Endlich angekommen laufen wir durch den ziemlich touristischen Ort, schieben uns im Gedränge durch die engen Gässchen, und setzen uns an der langen Treppe zur Kathedrale hoch an einen der Außentische eines Tea- Rooms. Da kommt Peer, der Lehrer aus Chemnitz dazu, der schon gestern an der Küste angekommen ist ( 11Tage insgesamt…- wow !) und wir plauschen beim Tee. Er gibt uns nette Tipps zu Wanderzielen in der Nähe seines Wohnorts – muss ich unbedingt nachlesen! – und dann brechen wir zu den letzten 12 km des Weges auf – immer an der Steilküste entlang.

Hier kommen dann auch die oben angegebenen Höhenmeter her: bei jeder Bachmündung steigen wir auf Meereshöhe ab, um wieder zur Klippe hochzustiefeln… . Aber der Weg lohnt sich: tolle Ausblicke bei relativ gutem Wetter mit Fernsicht und vielen Vögeln.

Robin Hood’s Bay

Robin Hood’s Bay sieht von weitem enttäuschend aus – kein Vergleich zur Kathedrale von Santiago… Aber einmal angekommen, ist es doch ein netter kleiner Ort. Bei Ebbe kommen die Felsen aus dem Wasser und Horden von Schulklassen sammeln Meeresgetier. Man hört nicht nur das Gekreische der Möwen … hier und in Whitby ist das ein ziemlicher Kulturschock nach 16 Tagen Pampa.
Ich befolge das Ritual, benetze meine Schuhe im Meerwasser und werfe den von St Bees mitgebrachten Kiesel in die Nordsee. So, erledigt.

Jetzt kriege ich auch noch mein „End- of -Tour – Eis“ und bin glücklich. 340 km !

Dann geht unser Bus zur Übernachtung nach Scarborough (gutes Gästehaus ‚The Thorsby‘ ), da wir morgen in aller Frühe den Zug zurück nach Manchester nehmen wollen. Abendessen beim Inder – zur Zeit kann ich kein „Pub- Food‘ mehr sehen ….

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