Eifelsteig Tag 9: Hillesheim – Gerolstein (20 km)

Hillesheim

Donnerstag, 1.August 2019


Da ich mich zu den drei Vulkaneifeletappen von Gerolstein bis Wittlich schon für September mit meinen Bremer Freunden vom Alpenverein verabredet habe, fehlt mir noch die heutige Etappe zwischen Hillesheim und Gerolstein. Also habe ich diese Etappe mit Nadya gewandert, die mich auch schon einmal auf dem Rheinsteig für einen Tag begleitet hatte. Wir haben uns in Gerolstein getroffen und sind dann zusammen zurück zum Ausgangspunkt nach Hillesheim gefahren. Es war schon 11.15 – aber bei der kurzen Etappe ja eigentlich kein Problem. So richtig gut geht die Tour dann aber nicht los – obwohl das Wetter mit wolkigem Himmel und knapp über 20 Grad geradezu ideal ist. In Hillesheim angekommen stelle ich nämlich fest, dass mein Fotoapparat weg ist – irgendwie scheint er sich zwischen Kelmis und Hillesheim von meinem Gürtel gelöst zu haben – nur leider nicht im sondern wahrscheinlich neben dem Auto …. Total ärgerlich – aber für die Fotos selbst nicht so tragisch – dann muss ich mich halt mit den miesen Bildern des Smartphones begnügen ….

In Hillesheim dann am Krimihotel vorbei – der ganze Ort setzt touristisch auf den Ruf der Eifel- Krimis: es gibt auch noch ein Restaurant zum Amtsrichter und ein Café „Sherlock“ – jeweils mit den entsprechenden Gerichten auf der Karte… Ich war etwas skeptisch, was die Attraktivität der heutigen Etappe betraf – ich hatte befürchtet, so eine eher langweilige Übergangsetappe bis zur Vulkaneifel zu laufen – aber das war nicht so: schmale Wege, tolle Ausblicke, wenig Asphalt – und natürlich den ganzen Weg über interessante Gespräche, so dass ich sicher auch die ein oder andere schöne Aussicht verpasst haben mag. Aber den Blick auf Niederbettingen konnte man gar nicht übersehen– und so haben wir dort unsere erste Frühstückspause gemacht.

Dann in die Mühlsteinhöhle – ich hatte extra eine Stirnlampe mitgebracht und konnte so bestimmt 100 m in die Höhle hineingehen – fast schon etwas gruselig… Über Jahrhunderte (seit dem 13. Jahrhundert) wurden aus dem harten, aber porösen Basalt Mühlsteine gehauen: das blasenreiche, poröse Gestein ist hervorragend dazu geeignet, da sich durch den ständigen Abrieb immer neue Poren öffnen, die den Stein scharf halten.  Exemplare, die den Anforderungen der Steinmetze nicht genügten, wurden gleich im Steinbruch belassen und so zu meinem Fotomotiv. So gegen drei Uhr kamen wir dann zum Gerolsteiner Stausee und Nadya hatte wieder für ein exzellentes Picknick für uns zwei gesorgt: ich konnte nur meine Standard – Erdnüsse und einen Apfel beisteuern. Das Problem danach bestand vor allem im Kopf: Nach kurzer Zeit waren wir kurz vor dem Ortseingang von Gerolstein – der Eifelsteig zog sich aber noch durch die – absolut sehenswerten! – Gerolsteiner Dolomiten: tolle Kletterfelsen mit Höhlen und phantastischen Ausblicken – aber: noch 8 km …. Und nach dem ausführlichen Picknick und mit Gerolstein direkt vor unseren Augen schien uns der Weg dann mächtig weit zu sein, so dass wir um 17.00 ziemlich müde ankamen: eigentlich sind 20 km doch gar nicht so viel???
Glücklicherweise hatte ich mein Auto direkt vor einer Eisdiele geparkt.. .

Ach ja – jetzt kommt noch der Fotostory zweiter Teil: die Speicherkarte meines Smartphones erwies sich als defekt und hat keins meiner Fotos gespeichert …… Grrrrrr….  Also kann ich nur die wenigen Bilder von Nadya als Anschauungsmaterial beifügen – und ich habe ein paar im Internet geklaute dazu gesetzt, um einen etwas besseren Eindruck von der Wanderung zu geben. In den nächsten Tagen werde ich dann wohl mit diversen Fundbüros in Aachen und Gerolstein telefonieren müssen – ohne viel Aussicht auch Erfolg (aber es wäre trotzdem sehr schön, vor allem die noch nicht auf dem PC gespeicherten Bilder der letzten Wochen wiederzubekommen…)