🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 7

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von Val d’Isère zum Réfuge „Entre les lacs“

Freitag, 24.Juli 2026; 16,5 km, 750hm bergauf, 1155m bergab

Wieder ein Sonnentag! Ich stehe um 7.15 auf, kaufe Brot vom fliegenden Bäcker, der auch  den Camping anfährt, und ich gehe los in der Hoffnung, im Ort einen Kaffee zu finden. Hat alles geklappt,  ich frühstücke auf einer Bank in der Sonne.

Val d‘ Isère

Val d’Isère (und auch Lac de Tignes) sind an sich nicht hässlich.  Nur sind sie eben das Zentrum des Tourismus,  in der die Natur als Sportgerät genutzt wird – und das empfinde ich als wenig respektvoll. Aber würde ich mich genauso über eine Fabrik oder den Bergbau aufregen ?

Leider ist der Wanderweg entlang des Sees gesperrt, so dass ich doch den GR 5 nehmen muss. Der – wie alle GRs –  nutzt die Variante mit den meisten Höhenmetern. Neben mir die Downhill Piste, die MTBs. Die Radfahrer, die nicht den  Skilift nehmen,  können neben  dem Wanderweg hochstrampeln. Nebenan ist auch noch ein gut genutzter Start- und Landeplatz für  kleine Flugzeuge. Links und rechts des Wanderweges befinden sich im Winter die Skipisten …

Lac de Tignes erreiche ich gegen 12.00 – der Ort steht für die gleiche Art von Sporttourismus wie Val d’Isère. Im sehr gut ausgestatteten  Gemeindehaus habe ich Netz und WLAN, kann mein Handy laden, essen und Blog schreiben .

Lac de Tignes

Dann möchte ich weiter wandern und ich  sehe, dass mein Wanderweg wieder mal quer durch das Skigebiet ansteigt – und ich habe überhaupt keine Lust darauf.

Auch weil es schon 13.30 ist, nehme ich die Seilbahn und habe so nur noch 300 Höhenmeter außerhalb der Pisten zum Col  de la Tourne (2656m). Ich bin etwas irritiert: hier in Zignes wird der Weg nur bis zum Col ausgeschildert. Aber nach der Karte soll er doch weiter gehen ??

Hinter dem Col de la Tourne

Klar geht es weiter: oben ist auch schon das Réfuge ausgeschildert. Also kein Problem. Ab der Passhöhe  ist der Weg unheimlich schön . Zunächst eine Steinwüste und weiter unten ein  weites menschenleeres Tal. Etwas abseits  liegt die Hütte  „Entre les deux lacs“. Wieder sehr gutes Essen ( Kerbelsuppe, Hähnchenragout mit Polenta, Quark von eigenen Kühen) und nette Gespräche. Einziges Problem: Ab morgen Mittag Gewitter und übermorgen Regen. Da muss ich sehr früh raus !!!

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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 6

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vom Réfuge du Carro nach Val d‘ Isère

Donnerstag, 23.Juli 2026; 21km 760m bergauf, 1650 m bergab


Nach einer ziemlich kalten Nacht (kein Wunder : auf 2700m und kräftiger Wind), die ich dank Zwiebel – und Mumienprinzip – siehe Post von gestern – aber gut überstanden habe, ging es heute auf einem 3,5 stündigen grandiosen Panoramaweg Richtung Col d’Iseran. Der Name dürfte vielen geläufig sind, ist das doch einer der epischen Pässe der Tour de France. Auf dem Weg sind mir vor die Kamera gekommen: Blumen, Schmetterlinge, kleine Singvögel und Murmeltiere. Für den Marder und einen Raubvogel waren meine Kamera und ich leider zu langsam … .

Auf der Straße zum Col d’Iseran angekommen, bin ich ca. 150 Höhenmeter zum GR5 abgestiegen, den ich bis Val d’Isère wandern werde. Die Höhenmeter hätten sich vermeiden lassen, wenn ich wie alle Rad – und Autofahrer den Tunnel genutzt hätte. Aber sicherer war meine Variante, so ohne Randstreifen….


Der Col d‘ Iseran ist offensichtlich das herausragende Traumziel jedes ambitionierten Radfahrers. Jede Menge Rennräder mit Fahrern quetschten sich an die Wand des Hotels auf der Passhöhe: es wehte ein so brutal starker und eiskalter Wind, dass man es nur dort im Windschatten aushalten konnte. Das Restaurant war nämlich offensichtlich schon lange geschlossen – ebenso wie die Kapelle und die Schutzhütte….


Aber das Skigebiet zwischen Passhöhe und Val d’Isère hat im Winter sicher Hochbetrieb: ich frage mich nur, was die für die Streckenführung der GRs Verantwortlichen geritten hat, ausgerechnet den berühmten GR5 durch diese Mondlandschaft zu führen . Oder war das Angebot so attraktiv, dass man es nicht ausschlagen konnte ?

Die gesunden Weiden der Almkühe


Als ich dann noch all die Baukräne über dem Ort sah, hatte ich schon keine Lust mehr hier zu bleiben. Mangels Alternativen habe ich doch mein Zelt auf dem Camping von Laisinant aufgeschlagen – und war sehr angenehm von der Freundlichkeit überrascht. Abendessen vom Pizzaservice – akzeptabel.

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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 5

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vom Réfuge des Evettes zum Réfuge de Carro

Mittwoch, 22.Juli 2026; 14 km, 550 hm bergab, 850 hm bergauf


Bis 8.00 gab es Frühstück – ich war um fünf vor 8 da – reicht doch ??? Das muss ich beim nächsten Mal anders machen, da um mich herum alles abgeräumt und geputzt wurde, während ich noch mein Frühstück gemümmelt habe. Nicht entspannt …

Ecot


Zunächst hatte ich einen super Abstieg von 500m – nicht zu schwierig- nach Ecot. Mir kommen Menschenmassen entgegen, die alle zu Gletschersee und Réfuge wollen: so oft kann ich gar nicht „bonjour“ sagen . ….
Auf der anderen Talseite – nach Überquerung eines vollbesetzten Parkplatzes, nehme ich den Forstweg Richtung Réfuge de Collo. Schon von der anderen Talseite sah der Anstieg nach Massenanstieg à la Prozessionsspinner aus….

Auf dem Anstieg zum Réfuge de Collo an der italienischen Grenze


Mit meinem 11 kg- Rucksack habe bei den 800 hm vor allem gelitten. Ich bin den Berg hinangeschlichen und habe die Mittagspause auf den Anstieg verlegt… . Um 13.30 bin ich endlich angekommen – und musste mich erstmal selbst motivieren, um selbst ohne Gepäck den See des Réfuge zu umrunden. Hat sich sehr gelohnt.

Was für Farben ! Die Fotos geben das gar nicht richtig wieder – aber es war ein helles Türkis!
Den weiteren Nachmittag habe ich lesend auf der Terrasse mit 1a Ausblick auf die gegenüberliegenden Gletscher verbracht. Nice.

Im Gegensatz zum Zeltplatz: sehr stürmisch, kalt, wenig Windschutz, wenig ebenes Gelände und viele Steine. Ich hoffe nur, dass ich trotzdem gut schlafe …. (hat geklappt – nach Übereinanderziehen im Laufe der Nacht aller vorhandenen Kleidungsstücke und Umbau des Schlafsacks vom Modell „Decke“ zur Variante „einbalsamierte Mumie mit Kopfbedeckung „).

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🚶Juli 2026: Im Vanoise Nationalpark – Tag 4

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von Villaron zum Réfuge les Estevelles

Dienstag, 21.Juli 2026; 14 km, 1100hm bergauf, 210 hm bergab

Frühstück um 8 Uhr auf meinem kleinen Campingplatz mitten im Nirgendwo. Gestern noch hatte mir die Wirtin eine Wegvariante beschrieben, auf der ich nicht 1,5 km zurücklaufen muss. Und diese Variante erwies sich als ausgesprochen schön: endlich mal ein schmaler Pfad, der sich im sanften Auf und Ab fast bis Bonneval–sur-Arc schlängelt. Im Ort sehe ich die Fromagerie – eine Kooperative lokaler Produzenten. Ich hätte den Laden leer kaufen können, so lecker sah alles aus. Leider kann ich nicht mehr als 200g tragen… .

Bonneval

Dann noch ein Besuch in der Barock- kirche des Dorfes und schon beginnt der Aufstieg. Ich nehme mir sehr, sehr viel Zeit, steige gefühlt im Schneckentempo bergan: zunächst durchs Skigebiet, dann über einen schmalen sehr schönen Hangweg in leichtem Anstieg. Überhaupt nicht schwierig. Plötzlich halte ich an: warum bin ich in diesem Moment gestresst? Ich mache Pause, esse etwas und versuche einfach, die Gegend zu genießen. Langsam lässt die Anspannung nach. Es ist erst halb zwei, kein Gewitter in Sicht, ich habe alle Zeit der Welt… . Ich steige langsam weiter an, der Weg wird zunächst steiler, dann führt er in leichtem Anstieg die letzten 15 Minuten zum Réfuge auf 2500m.

Réfuge des Estevelles

Von dort zeigt sich mir ein Blick auf einen Cirque von Gletschern (Gletscherresten) mit Seen, der einfach grandios ist. Ich habe keine Lust mehr, mir die Seen selbst von Nahem anzusehen, bleibe einfach auf der Terrasse des Réfuge sitzen und staune.

Blick von der Terrasse der Hütte der kleine orangene Punkt ist übrigens mein Zelt

Später baue ich das Zelt möglichst wind- geschützt auf (ich denke, das ist heute wichtig), und habe dann noch etwas Lesezeit bis zum Abendessen (Suppe, Hähnchen mit Püree, Aprikosenkuchen zum Nachtisch. Dazu nette Gespräche der Tischnachbarn, die morgen alle das gleiche Ziel wie ich haben. Mit dem Posten des Blogs wird das heute übrigens nichts: es gibt wirklich überhaupt kein Netz.

PS: inzwischen weiß ich , dass ich erst 2 Tage später wieder genug Zivilisation zum Weiterführen des Blogs haben werde…


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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 3

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von Termignon nach Villaron

Montag, 20.Juli 2026 24 km, 1230 m bergauf , 860m bergab

Ich bin es nicht gewohnt, mehrere Nächte hintereinander zu zelten und muss mich erstmal organisieren. Heute morgen war ich es nicht: außer einer Banane, Nüsse und einem Schokoriegel hatte ich nichts zum Frühstück – Wasser als Getränk …. Puuh. Um 11.00 hatte ich wieder Hunger. Schlechte Planung. Zumindest habe ich mir – aber erst nach dem Frühstück- im Supermarkt im Ort Brot und Trauben gekauft.

Der Arc – gezähmt im engen Korsett


Der Weg war heute etwas langweilig und heiß – wahrscheinlich besser mit dem Rad zu fahren als zu Fuß. Auf dem Weg wieder einige kleine nette Barockkapellen (oft aus touristischen Gründen geöffnet) aber auch viele Skigebiete und Feriensiedlungen. In einem der Dörfer gibt es es eine komplett ausgemalte Kirche. Ich war um 12.30 dort – geöffnet zwischen 16.30 und 19.00 … .
Ein paar Kilometer weiter verlasse ich den „chemin du petit bonheur“ und laufe am Ufer bzw. an den Altarmen des Arc weiter.

Hier war Baden offiziell erlaubt !

Ein Badesee! Den ich natürlich nutze. Ich habe schon überlegt, ab jetzt jeden Tag schwimmen zu gehen – um beim Abendessen zu lernen, dass das aus ökologischen Gründen hier in den Bergseen streng verboten ist … In Bessans lacht mich ein Eis an! Das nehme ich gerne, wenn ich schon meine kleine Barockkirche nicht besichtigen kann … Da die Busse ganz, ganz schlecht abgestimmt fahren, habe ich nämlich keine Chance, mir die ausgemalte Kirche in Lanslevillard anzugucken. Ich bin ziemlich knatschig – aber das Eis hilft!

… mhhh …

Dann sind es nur noch 4 km am Ufer des Arc bis zu meinem kleinen Campingplatz mitten im Nirgendwo. Aber mit echt leckerem Essen : Bauernsalat, Wein und Blaubeerkuchen als Nachtisch…
Ab morgen geht es in die Berge…. Hoffentlich kriege ich das hin !




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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 2

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Von Modane über den GR5E nach Termignon

Sonntag, 19.Juli 2026, 23,5 km 850 m bergauf, 650 m bergab

Ich beginne heute mit einer Variante des GR 5, die langsam an den Händen des Arc in die Berge ansteigt. Bezeichnenenderweise heißt der Weg „ le petit bonheur“ – eine einfache Variante auf dem GR5, der ja vom Genfer See zum Mittelmeer führt. Ich möchte mich erstmal an den relativ schweren Rucksack gewöhnen (9kg ohne Wasser und Verpflegung), bevor in den nächsten Tagen die  Höhenmeter dazukommen.

Aber zunächst geht es schon mal 300 m bergan zur Skistation Norma mit schönem Ausblick ins Tal.

Nach einigen Kilometern erreiche ich eine riesige Festungs- nlage: das Val Cenis war ein wichtiger Pass in Richtung Italien. Und so baute  das Königreich Sardinien, zu dem Savoyen gehörte,  Anfang des 19. Jhs diesen Festungsriegel, um sich gegen französische Angriffe zu schützen.  Es kam anders. Savoyen fiel 1860 an Frankreich und das Fort wurde nutzlos. Die Franzosen hatten die Auflage,  das Fort zu zerstören,  was sie nie durchgeführt haben… . Ich habe kein Lust auf ein Museum über Festungsarchitektur und gehe weiter.

In Bramans, einem nett restaurierten Weiler, zeigen Fotos an den Gebäuden,  dass diese verschlafenen Häuser früher ein lebendiges Dorf mit kompletter dörflicher Infrastruktur war – jetzt ist kein Mensch auf der Straße, die meisten Häuser werden zum Schlafen oder als Ferienwohnungen genutzt nur en kleines Restaurant wird von Touristen genutzt.

Um die Mittagszeit  finde ich einen kleinen See, der mich magisch anzieht.  Es ist heiß und das Wasser eiskalt: die Erfrischung grandios.

Ich gehe bis Termignon weiter. Zwei schottisch Frauen, die auf dem GR5 unterwegs sind und denen ich im Wald begegne, erzählen mir nämlich von einem netten Restaurant in diesem Ort. Das kann ich im Endeffekt bestätigen: ich esse eine sehr leckere Tartiflette ( Kartoffeln,  Speck mit Reblochon überbacken) in einem kleinen Restaurant.

Übernachtung auf dem lokalen Campingplatz am Doron, einem Nebenfluss des Arc- das Rauschen des Flusses inbegriffen,  das alle weiteren Nebengeräusche übertönt. Glücklicherweise ist das so monoton, dass es den Schlaf nicht stört.

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🚶Juli 2026: Im Vanoise Nationalpark – Tag 1

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mit dem Zug von Aachen über Paris nach Modane

Samstag, 18.Juli 2026

Mit Margot habe ich über Ostern gelernt, wie höchst entspannt eine Anreise sein kann, wenn man nicht versucht, aufden letzten Drücker am Bahnhof zu sein. Andrea war zwar etwas genervt ob der Zumutung, schon um 8.00 loszufahren, aber so konnte ich noch in aller Ruhe meine „ Beauty“ – Kollektion für den Rucksack vervollständigen
(ich habe Feuchtigkeitscrème gekauft), bevor ich den Eurostar nach Paris bestieg.

Gare du Nord


In Paris angekommen war die Frage, wie ich die 3 Stunden Aufenthalt sinnvoll nutzen könnte: ich habe mich für das- das Bansky Museum entschieden, das nur 20 Minuten Fußweg von der Gare du Nord entfernt ist.

Ich kannte bisher nur die populärsten Graffitis von ihm- ich war höchst erstaunt und betroffen von der Mischung aus Wut, Trauer, Witz und Melancholie. Sehr, sehr gut !!

Nach kurzer Mittagspause an der „Fontaine des Innocents“ nicht weit von „Les Halles“ ging es mit der RER zur Gare de Lyon und dann mit Trenitalia über Lyon nach Modane, dem Grenzbahnhof nach Italien in der Maurienne.
Trenitalia ist wirklich eine Alternative: moderner Zug, Snack und Getränk mit Bedienung im Fahrpreis inbegriffen! Und da nicht nur in der ersten Klasse!

Grenzbahnhof Modane

Auf der Fahrt und später auf dem Campingplatz in Modane führe ich spannende Gespräche: mit einer Australierin, die mit dem Rennrad auf den Spuren der Tour de France durch die Alpen fahren will, einer in Mailand lebenden Slowenin, mit der ich unter anderem über die Sprachen auf dem Balkan gesprochen habe, auf dem Campingplatz mit einem Belgier, der mit seiner Freundin im Januar in Brüssel mit dem Rad aufgebrochen ist, um quer durch Europa zur Seidenstraße zu radeln und sich jetzt auf dem Rückweg befindet. Und zu guter letzt einen Mann aus Freiburg- offensichtlich mit osteuropäischen Wurzeln – der in den letzten vier Tagen mit eibem jahrzehntealten Trekkingrad die Alpen überquert hat, auch durch die Steppe Kasachstans radelt und in jedem Winter nach Weihnachten mit Zelt und Rad (mit Spikes) den Schwarzwald überquert. Bei diesen Geschichten erscheinen mir meine Touren wie wohlbehütete Wochenendausflüge ….

🚶 2026 Im Vanoise-Nationalpark

Ich war schon lange nicht mehr in den Alpen,
und eine Tour mit Zelt habe ich dort noch nie gemacht.
Da aber die Hütteninfrastruktur
in diesem ältesten französischen Nationalpark ausgezeichnet ist
und Zelten mit Hüttenverpflegung zum Standard gehört,
wage ich mich an diese Tour –
und hab vor allem Bammel wegen schlechter Kondition
und vielen Höhenmetern….

Powerpoint und Diashow ebenso wie den endgültigen Track kann es natürlich erst in einigem Abstand zu der Tour geben: aber die Wartezeit darauf ist ja fast so schön wie vor Weihnachten …. Einfach in einigen Wochen noch mal gucken oder sich per Mail benachrichtigen lassen …..

Den Blog
schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch

Die Powerpoint
…. erstelle ich später zu Hause: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläre Zusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow
… ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.

mehr Infos zu Wegbeschaffenheit und Höhenprofil?

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🏙🚶Marseille und Calanques – Tag 7

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Rückfahrt mit dem Zug – Marseille- Paris-Aachen

Dienstag, 16.Februar 2026

Heute ist Rückfahrt – und jetzt ist der Himmel strahlend blau!

Der Himmel !!!

Viel zu berichten gibt es heute nicht: wir sind nach kurzer Reinigungsaktion des Appartements noch  einmal zum Abschied am Hafen entlang geschlendert und dann langsam zu Fuß zum Bahnhof St Charles hochgestiefelt – ziemlich langsam mit meinem ca.15 kg schweren Rucksack… .

Der bekam dann noch mal 500 g zusätzliches Gewicht, als wir ein kleines Geschäft mit Madeleines und Navettes fanden (Marseiller Gebäckspezialität).

Um 11.45 pünktliche Abfahrt und mit dem TGV mit 300 km/h nach Paris (Ankunft um 15.05), wo wir ebenfalls bei strahlendem Sonnenschein – nur ca. 10 Grad kälter – den Frühling im Jardin des Plantes erleben konnten. Später mit der Metro zu Gare du Nord.

Die Seine

Von dort aus ging es mit einem genauso schnellen Zug (zumindest in Frankreich) zurück nach Aachen (17.45-20.30). Da wir das Schienennetz der DB nicht genutzt haben war der Zug übrigens pünktlich.

Andrea hatte mir freundlicherweise das Auto an den Bahnhof gestellt. Deswegen haben wir Margots Angebot, uns abzuholen und nach Hause zu fahren abgelehnt – sind aber stattdessen zu einem kleinen Plausch mit Tee und/oder Wein eingeladen. Toller Ausklang eines gelungenen Kurzurlulaubs und soooo nett !

🏙🚶Marseille und Calanques – Tag 6

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Montag, 15.Februar 2026 (Rosenmontag)

Heute ist schon der letzte Tag – und von Rosenmontag sehen wir hier rein gar nichts…

Cassis – Hafen

Gut ist, dass die Temperaturen etwas angestiegen sind und es weniger windig ist – gute Voraussetzungen für eine erneute Wanderung in die Calanques. Diesmal soll es von Cassis aus losgehen und so nehmen wir Metro und Bus zu dem kleinen Ort 25 km nordöstlich  von Marseille. Auch hier gilt noch das Tagesticket des ÖPNV für 5,20€. Leider lässt uns der Busfahrer nicht auf dem Weg auf den Höhen des Nationalparks aussteigen – er meint, es sei zu gefährlich auf der kurvigen Küstenstraße. Verständlich – aber auf der Karte sind Haltestellen eingezeichnet ….

Calanque d’en Vau

So beginnen wir die Wanderung im Ortszentrum von Cassis, gehen  zum Hafen und brauchen schon mal 2,5 km, um überhaupt auf den Wanderwegen anzukommen. Von da aus geht es die ersten 6 km auf tollen Panaramowegen oberhalb der Buchten entlang- wieder eine Herausforderung, nicht dauernd auf den Auslöser zu drücken …. Der zweite Teil der Wanderung ist deutlich weniger spektakulär: der Weg durch junge Kiefernwälder und zum Schluss an einer großen Baustelle eines Trinnkwasser- reservoirs vorbei wieder zurück nach Cassis. Die durch die Baustelle bedingte Sperrung des Weges habe ich tunlichst überlesen…

Zurück im Ort lachen uns Muscheln und Fisch in einem kleinen Restaurant am Hafen an. Wir wollten sowieso noch einen Pastis hier in der Gegend trinken und so verbinden wir (trotz der ungewöhnlichen Uhrzeit um 16.00) das eine mit dem anderen und genießen ein leckeres Fischmenu. Um 20.00 sieht uns unser Appartement wieder und ich haue den letzten Blogartikel – unterstützt von einem guten Glas provencalischen Weßweins – in die Tasten des Laptops.  So lass ich mir das Leben gefallen!