inspiriert vom Alpe Adria Trail- im Frühling von Triest nach Norden ins Soča-Tal: Tag 1

Anreise mit dem Flixbus nach Mestre, dann mit dem Zug nach Triest

Samstag, 1.April 2023

Eigentlich fing die Reise schon gestern an: da Ryanair meinen Flug so weit verschoben hatte, dass alle gebuchten Quartiere wie Dominosteine gepurzelt wären, habe ich annulliert und stattdessen die ökologische Variante des Flixbus von Köln Flughafen nach Venedig gebucht ( übrigens 10% teurer ..). Im Bus – fast nur Stimmen vom Balkan, die aber bei Bedarf in akzentfreien Deutsch geantwortet haben.

So ein Flixbus ist schon ziemlich anstrengend: bei jedem Halt (Frankfurt, Nürnberg, München, Verona) geht das Licht an, und Schlafen im Sitzen ist wirklich nicht so meine Sache. Ab dem Brenner habe ich dann ganz entspannt (aber müde) den Übergang von der Enge des Tals an der Passhöhe zum breiten Etschtal und nachher zur Poebene beobachtet. Der Effekt, in ein fremdes Land gebeamt zu werden, ist beim Fliegen weitaus ausgeprägter.
Mit wenigen Minuten Aufenthalt habe ich den Zug nach Triest bekommen (Buchen per App ist schon genial…), bin zum Hostel nahe des Bahnhofs (dort kostenloses Upgrade vom 8er zum 6er Zimmer – wow) und dann in die Stadt . Triest – das ist das alte kuk Österreich – an der Adria. Die Architektur ist wirklich sehr österreichisch, aber die Straßencafés sind voll mit italienischem Charme – nur : ich verstehe leider kein Wort und komme so bislang auch mit niemandem ins Gespräch. Vielleicht bin ich auch einfach müde – ich habe mindestens eine Stunde in den Ausgrabungen des Forum Romanum (ja, das gibt’s hier auch) gepennt.

Forum Romanom und Kirche St Just

Nach Besichtigung der romanischen Kathedrale, die auf den Grundmauern eines Jupitertempels errichtet wurde, bin ich dort – immerhin in die Hauptkirche des Bistums Triest- zur Vorabendmesse zum Palmsonntag gegangen. Kulturschock: 25 Teilnehmer, keine Orgel, kein Gesang, ein Faktotum, das in Zivil während der Messe den Altar vorbereitet und dann ministriert – und irgendwie hat der Priester das Evangelium vergessen (?) …. Später Pizza in der Altstadt – und früh ins Bett. Morgen soll doch die Wandertour losgehen!

17 Gedanken zu „inspiriert vom Alpe Adria Trail- im Frühling von Triest nach Norden ins Soča-Tal: Tag 1“

  1. Hast ne spritzige Art, Deine Eindrücke zu beschreiben. Macht Spaß, „mitzureisen“. Freu mich auf mehr. Vielen Dank und lb Gruß, Peter

  2. Danke, dass wir wieder „dabei“ sein dürfen. Bin schon gespannt auf deine nächsten Blog-Einträge. Ich wünsche dir eine schöne Wanderung!
    Liebe Grüße aus dem total verregneten Münster
    Karin

    1. Hier war auch Regen angesagt – dewegen schleppe ich extra die ganze ‚Schlecht- Wetter- Combo‘ mit: Regenhose, Regenjacke, Poncho, Mütze …. . Bislang zeigt sich das Wetter aber eher frühlingshaft mit nur sehr seltenen Schauern. Für mich gut, für die Bauern hier nicht so – es hat den Winter über kaum geregnet ….

    1. Ja, nur war ich leider nach der Flixbustour viel zu müde. So hatte ich gestern zB einfach keinen Drive zu der Bansky – Ausstellung. Und jetzt ärgere ich mich darü, dass ich nicht drin war . ..

  3. Einfach toll was du alles unternimmst Susanne, und auch die Art wie du schreibst, da hat man echt Lust auf’s lesen.
    Schöne Wanderung. LG, Ginette

    1. Danke. Mal sehen, was die nächsten Tage bringen. Das ist immer echt spannend auf so einer Tour, dass man nicht genau weiß, widxes weiter geht. Aber eigentlich durchaus dosiertes Abenteuer …. zur Not ist die Kreditkarte in der Tasche ….

  4. Danke für deine Eindrücke. Freue mich schon auf die Nächsten. Wünsche dir eine schöne Tour und pass gut auf dich auf.
    LG Margot

    1. Hallo Uwe, freut mich, wenn es dir gefällt. Auf dieser Tour sind um diese Jahreszeit viel weniger Leute unterwegs aks ich es sonst kenne – also auch weniger Möglichkeit zu Gesprächen … auch deswegen freue ich mich über Kommentare!

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