vom Réfuge de la Leisse zum Réfuge de l’Arpent
Dienstag, 28.Juli 2026;
17 km 660 hm bergauf , 850 hm bergab
Heute Nacht war es etwas wärmer und das Zelt hatte keine Hanglage. Gute Voraussetzungen für guten Schlaf. Trotzdem bin ich – auch ohne Wecker (das Smartphone ist leer) pünktlicht um 6.45 zum Frühstück um 7 30 wach geworden. Uff. Geschafft! .
Die heutige Etappe ist lang – 6 Stunden sind avisiert ‚ im Endeffekt habe ich mit Pausen 7,5 Stunden gebraucht und war ziemlich k.o.
Am Anfang höre ich hinter mir „on se sent au Mont StMichel“ oder in freier Übersetzung: “ man fühlt sich hier wie in der Drosselgasse im Rüdesheim….“
Ich weiß nicht, ob ich noch einmal zu dieser Jahreszeit in den Alpen wandern möchte: so grandios die Landschaft auch ist – Einsamkeit ist was anderes. Und zu einem anderen Zeitpunkt ist die Mannschaft der Hütten vielleicht auch nicht so mega- gestresst…. Bestes Beispiel heute Morgen: ich bitte darum, 2 Scheiben Brot fürs Picknick kaufen zu können – abgelehnt. Sie hätten nicht genug !

Das Tal der Leisse ist wirklich außergewöhnlich schön. Und es ist fast der einzige Ort in der Region, in der Dank einer kleinen Straße zum Transport der Produktion noch Almwirtschaft betrieben wird. Den berühmten „Bleu de Termignon“ konnte ich leider nicht kaufen: den gibt es erst am Endes des Sommers.
Im weiteren Verlauf – nach einer ça. 2 km langen Passage über Geröll und Blockwerk – dreht sich der Weg zum Blick auf die Gletscher .

Wenn noch mal irgendjemand ernsthaft behauptet, dass der Klimawandel nicht existiert, der soll sich das hier angucken. Man kann an den glatt geschliffenen Felsen durchaus die früheren Ausdehnungen der Gletscher erkennen – und die noch vorhandenen traurigen Reste, aus denen überall Bäche von Wasser fließen. Anderenorts sind die Bäche schon um diese Jahreszeit ausgetrocknet: wenn nämlich der Gletscher oberhalb bereits komplett abgetaut ist und das Wasser nicht mehr nur peu à peu abgegeben wird (gut zu sehen auf der morgigen Etappe- Tag12) Dazu passt die Aussage der Bauern, die meinen, dass die Wiesen jetzt so aussehen wie sonst Ende August. Und noch nie war die Frostgrenze so hoch wie gestern: 5000m ….. Aber das tangiert uns nicht ? Doch – ohne Almwirtschaft kein leckeres Käsefondue !!
Das Réfuge ist groß: 90 Betten und ca. 20 Biwakplätze mit einer génialen Terrasse und Panoramablick aus dem Esssaal . Natürlich viel zu laut, da seit Monaten ausgebucht ….
Wieder gutes Menü mit Grüner Suppe, Reis mit Hühnchen und Schoko- Kokoskuchen. Lecker. Und das Laden der Geräte klappt auch. Perfekt. Also morgen auf zum letzten Wandertag !











Ich freue mich wirklich über eure Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass ihr den Blog mögt und Spaß an meinen Reiseimpressionen habt:
zur besseren Lesbarkeit bitte auf der Übersichtsseite oder auf Seite 1 posten !

