🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 10

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Freitag,23.10: von Rethymnon über Knossos nach Heraklion

Ich bin fast traurig,  morgen schon wieder nach Hause zu fliegen: vor allem  das Schwimmen im Meer wird mir fehlen. Hier entspricht die Wasser- fast der Lufttemperatur. So bin ich heute noch vor dem Frühstück über die Hotelterrasse  drei Stufen zum Strand runter gegangen und – es war einfach herrlich  !

Auch das Frühstück war hervorragend – eins der besten,  das w hier auf Kreta bekommen haben: das hätte ich dem so unscheinbaren Hotel (Filoxenia) gar nicht zugetraut….

Nach 1,5 Stunden Fahrt sind wir in Knossos angekommen Hier hat Evans, der englische Archäologie und ‚Entdecker‘ von Knossos, nach 1894 als erster gezeigt, dass es 1000 Jahre vor den Griechen schon eine (die minoische) Hochkultur auf Kreta gab.

Vor lauter Begeisterung hat er den Palast mit viel privatem Geld und Zeit über 30 Jahre lang rekonstruiert. Er ist dabei nur etwas übers Ziel hinausgeschossen. Der Vorteil seiner phantasievollen Restaurierung– despektierlich „archäologisches Walt Disney“ genannt -, ist aber, dass zumindest ich mir die riesige Palastanlage so viel besser vorstellen kann, als wenn ich nur 50 cm hohe Mäuerchen sehe.

Zum Nachmittag mussten wir noch einmal nach Heraklion  – dort harrte meine Picknickbox im Kühlschrank unseres ersten Hotels auf ihre Erlösung.  Nach getaner Tat standen wir vor der Schicksalsfrage: Kultur im Ikonenmuseum oder Banausen bleiben und das wunderbar warme Meer am Strand genießen? Wir sind Banausen geblieben  ….

Der Strand beginnt direkt  hinter dem  Flughafen – sogar Sandstrand  !! Wir schwimmen,  liegen in der Sonne – und sind schon etwas traurig, als wir gehen mussten, um das Auto zu reinigen, zu tanken und es zurückzugeben. Unproblematisch.

Das Hotel (leider in der Einflugschneise des Flughafens) ist ordentlich, sehr gut für eine Nacht geeignet. Vorher noch Abendessen in einem griechisch – türkischen Snack.

Morgen müssen wir um 6 00 raus, Abflug 8.30 – mies….

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 9

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Donnerstag,22.10:Mit der Fähre von Agia Roumelinach Chora Sfakion, dann mit dem Auto weiter nach Rethymnon

Abfahrt von Agia Roumeli und Blick in die Samaria Schlucht

Schon kurz nach 8.00 haben wir heute Morgen das Hotel verlassen. Die Fähre geht um 8.45 und wir benötigen noch Tickets und eine Kleinigkeit zum Frühstück aus dem Minimarkt. Die Auswahlmöglichkeiten dort waren allerdings mehr als eingeschränkt: an diesem WE schließen nämlich alle Restaurants und Geschäfte. Nachdem die Samaria Schlucht nach den Unwettern der letzten Wochen unpassierbar ist, kommen kaum noch Touristen. Gestern erzählte uns jemand, dass nur eine 90- jährige Frau den Winter über im Dorf bleibt. Alle anderen fahren in die großen Städte oder aufs Festland, verrammeln vorher ihre Geschäfte, zäunen alles ein: die Ziegen und Schafe bleiben allein in der Schlucht.

Aradena Schlucht und die Levka Ori im Hintergrund

Der Rückweg per Fähre ist spannend: wir können die Strecke, die wir gegangen sind (meist) gut nachvollziehen- nur manchmal verliert er sich in der Steilküste und ich frage mich, ob es da überhaupt einen Weg geben kann…

Klettern als Lieblingsbeschäftigung

In Chora Sfakion angekommen,  schlendern wir noch etwas durch die 2 Dorfstraßen und gehen über den Parkplatz zum Auto. Ich bin die letzte Woche ohne  Probleme über mächtig schwierige Geröllwege gegangen, unproblematisch.  Jetzt laufe ich über Asphalt und gucke etwas nach oben zu einem Felsen hoch- übersehe dabei ein ca. 1m hohes Verkehrsschild und fliege voll darüber. Auf jeden Fall bin ich nicht auf der Schulter gelandet und hab mich auch nicht mit der rechten Hand abgestürzt. Außer einer leichten Schürfwunde am Knie ist nichts passiert- nur die Muskeln in der Schulter sind mächtig verspannt…

Der Rückweg geht wieder über unzählige Serpentinen durch die Berge an das Ägäische Meer auf der Nordseite der Insel: wir fahren nach Rethymnon.

Blick aus dem Hotelzimmer- nach vorne raus liegt die hässlichste Hauptverkehrsstraße, die man sich überhaupt vorstellen kann

Übernachtung in einem Hotel an der Hauptstraße, direkt am Meer: Das Rauschen der Brandung und der Lärm der übrigen Hotelgäste übertönen in der Nacht den Straßenverkehr …

Am venezianischen Hafen

Den Nachmittag verbringen wir in Rethymnon mit der Besichtigung der architektonischen Relikte der Venezianer und der Türken  – und sehen, wie jetzt auch die Griechen die religiösen Stätten erneut verändert haben.

Wir erklimmen die venezianische Festung, die damals den türkischen Angriffen kaum etwas entgegenzusetzen hatte.

Zum Abendeseen gehen wir in ein  wenig touristisches Restaurant am Rande der Altstadt: leckerer Vorspeisenteller , Wein und kretisches Brot. Mmh  !!!

Morgen steht Knossos auf dem Programm – vielleicht komme ich aber noch morgens zum Schwimmen … das Meer ist schließlich direkt hinter dem Hotel….

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 8

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Mittwoch,21.10: zu Fuss von Loutro nach Agia Roumeli,16 km

Nach einem einfachen Frühstück auf unserem Zimmer sind wir schon um 8.30 nach Agia Roumeli aufgebrochen. 5 Gehstunden hat der Führer angegeben, wir brauchen im Allgemeinen länger…. Es soll ein roter – also mittelschwerer Weg sein: alles ok.

Osmanische Festung

Zunächst kommen wir an den Ruinen der osmanischen Festung von Loutro vorbei, dann an kleinen hübschen Badebuchten.

Nach Lykos steigt der Weg an, man muss kräftig die Hände zu Hilfe nehmen und ziemlich ausgesetzt ist es auch. Diesen Weg hätte ich mit „ schwarz“ notiert.. Bald kommen wir an die Bucht von Marmaris: es scheint der letzte Strand für die nächsten Stunden zu sein und ich nutze ihn für ein schnelles Bad.

Langsam wird der Weg einfacher: Weniger  Geröll, weniger Kletterpassagen. Nach der Mittagspause kommen wir an eine kleine Kapelle  aus dem 10. Jahrhundert.  Die Legende erzählt,  dass  Paulus und Titus in einem Seesturm Schiffbruch erlitten  haben und sich hier an Land gerettet haben sollen .

Der weitere Teil des Weges ist nicht schwierig – aber teilweisenervtötend: es geht am Strand entlang kilometerweit über Sand, Kiesel und Geröll ….

Glücklicherweise gibt es auch angenehme Passagen durch lichte Kiefernwälder …

Gegen 16.00 kommen wir in Agia Roumeli an. Fast alles ist geschlossen: Die Saison ist zu Ende, nachdem die Schlucht nach den schweren Unwettern Anfang Oktober unpassierbar ist. Wir finden noch eine Pension,die erst am WE schließt und bekommen auch ein ordentliches Abendessen mit Gyros und warmen Antipasti.

Nettes Gespräch mit einer deutschen Frau im Restaurant : Sie erzählt, dass hier im Dorf nur eine 90‘ jährige Frau überwintert. Alle anderen fahren in die Städte oder aufs Festland. Die Häuser werden verrammelt, Drahtzäune werden um die Terrassen gezogen– denn Schafe und Ziegen bleiben allein in der Schlucht. Und da die Saison nach Schließung der Schlucht beendet ist, hält es niemanden mehr hier. Die wenigen Touristen- inclusive uns- profitieren noch vom wunderbar warmen Meer ….

Agia Roumeli

Morgen früh nehmen wir die Fähre zurück in die Zivilisation nach Chora Sfakion.

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 7

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Dienstag,20.10:Fahrt Chania- Chora Sfakion; Wanderung von dort nach Loutro

Geplant ist in den nächsten zwei Tagen eine Streckenwanderung im Südwesten. 

So fahren wir nach dem Frühstück 70 km – 1,5 Stunden- die letzten 10 km über unendliche Serpentinen mit 20km/h Durchschnitt – nach Chora Sfakion. Mein Wanderrucksack enthält bei dem angekündigten Sonnenwetter nur das Allernötigste und wiegt mit 2l Wassern vielleicht 7 kg. Das hält meine Schulter wahrscheinlich aus.

Es geht nach Loutro an der Küste entlang.  Der Weg ist im Rother Wanderführer in schwarz (also schwierig) notiert – und so habe ich erstmal etwas Respekt.

Es beginnt mit 3 km auf der Straße bergauf in der prallen Sonne – im Sommer muss das unerträglich sein !

Danach geht ein steiniger Weg mit viel Geröll am Hang die Küstenlinie entlang. Mein Smartphone läuft heiß- die Ausblicke sind phantastisch!  Der Weg ist ausreichend breit und immer wenn es ein wenig ausgesetzt ist, gibt es ein Drahtseil zur Sicherung (das auf der rechten Seite läuft, so dass ich es dummerweise nicht wirklich halten kann). Einige wenige Felsen müssen überklettert werden, auch das ist selbst mit einer Hand machbar. Ich hätte den Weg nur mit „ rot“ markiert.

Blick zurück auf die Sweetwater- Beach

Auf der Hälfte des Weges liegt die „Sweetwater- Beach“: eine kleine Süßwasserquelle entspringt mitten im Strand. Wir nutzen den Strand zum Baden- sehr angenehm!  Jetzt sind es noch 3,5 km – 1 Stunde- bis Loutro. Der Ort ist nur zu Fuß und mit dem Schiff erreichbar. So ist es, vor allem am Abend, beschaulich und ruhig. Es gibt viele kleine Vermieter.

Blick von unserer Terrasse

Wir nehmen auf gut Glück  „Sophias Rooms“ und haben ein schönes, frisch renoviertes Zimmer mit einer Gemeinschaftsterrasse mir Meerblick. Mit uns ist hier ein Ehepaar aus Schwaben, das seit Jahren hier oder in den anderen kleinen Dörfern an der Küste seinen Urlaub verbringt.  Von denen habe ich dann auch erfahren,  dass die Schließung der Samaria – Schlucht sehr ungewöhnlich ist:  ein schweres, für die Jahreszeit viel zu frühes Unwetter hat die Wege so zerstört, dass die Rekonstruktion Monate dauern wird.

Wir gehen anschließend ein bisschen zu den Ruinen der osmanischen Festung und zwei kleinen Kapellen spazieren – tolle Ausblicke wie immer inklusive-, ich schwimme noch einmal und dann geht es zum griechischen Abendessen: ich nehme den „Iman“(Auberginen mit Feta) mit Brot, Dagmar nimmt Souvlaki. Den Iman – den gibt es auch in der Türkei unter diesem Namen. Komplett heißt es dort „der Iman fällt in Ohnmacht“. Netter Name.

Im Restaurant

Morgen laufen wir die Küste weiter bis Agia Roumeli zum Ausgang der Samaria Schlucht und dann haben wir die Wahl eines letzten halben Wandertages oder der Besichtigung von Rethymnon. Ich wäre ja für wandern, aber wir sind zu zweit unterwegs und da kann ich natürlich nicht alles allein entscheiden…

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 6

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Montag,19.10: Wanderung im bäuerlichen Kreta bei Mixorrouma und Übernachtung in Chania

Auf unserer Entdeckungsreise über die Insel haben wir noch wenig vom Kreta außerhalb der Touristenströme kennengelernt. Das soll sich ändern!


Im Rother Führer ist eine Wanderung zu kleinen Kirchen und Kapellen mitten auf dem Landebeschrieben. Mixorrouma, von wo die Wanderung startet, liegt auf unserem Weg zur Nordküste: wir wollen in Chania übernachten.

Der Weg führt über Feldwege und Staubstraßen an Olivenbäumen vorbei und an mit meinem Lieblingszaun einghegten Ziegenweiden. Die Weiler sind teilweise verlassen, teils noch von alten Menschen bewohnt. Es gibt Gemüsegärten für den Eigenbedarf, Feigenbäume, Granatäpfel, kleine holzige Birnen, Orangen und Zitronen, halbwilden Wein sowie den Feigenkaktus: sehr lecker – wenn nicht die Stacheln extrem nervig in Fingern, Lippen und Zunge säßen ….


Dazwischen eine unglaubliche Anzahl kleiner Kapellen: auf der Ikonostase im Innern sieht man immer dieselben Motive ganz ähnlich gemalt – wie stereotyp. Vielleicht kriege ich ja noch den Grund für diese Gleichförmigkeit raus….

Ikonostase


Zum Nachmittag sind wir noch nach Chania weitergefahren. Es blieb noch genug Zeit für einen kleinen Bummel zum Hafen und zum Abendessen in einem dortigen Restaurant mit super Blick von der Terrasse – den wir natürlich mitbezahlt haben ….

Hafen in Chania


Das Hotel ist ganz ok in einem Außenbezirk von Chania – nichts Besonderes , aber wir wollen ja auch morgen nach Chora Sfakion zum Wandern !

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 5

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Sonntag,18.10: Matala: Wanderung vom Kloster Odigitrias über Martsalo zur Agiofarango – Schlucht

Unser Hotel Melissa in Matala gefällt uns. Gutes Frühstück, ordentliche Zimmer, sehr nette Chefin, die perfekt deutsch spricht, jetzt in der Nebensaison sehr preisgünstig – wir bleiben noch eine Nacht.

Für heute ist eine Wanderung vom Kloster Odigitrias geplant, die ich wieder im blauen Reiseführer Kreta von E. Fohrer gefunden habe. Nach 20 min Autofahrt sind wir am Kloster, in dem allerdings gerade ein Gottesdienst stattfindet, so dass wir nur den Innenhof besichtigen können. Der Ton wird per Lautsprecher übertragen. So können auch die Besucher, die draußen sitzen mithören.

Vom Kloster geht es durch karge Landschaft zunächst über eine Staubstraße zum kleinen Kirchlein Martsalos, weiter zu einer Höhlenkirche und dann scheitere ich fast an meinem Endgegner: einem rostigen Schafzaun, kilometerlang, 1,50-2m hoch mit scharfen Stacheln. Der Weg verläuft auf der anderen Seite …

Drr Zaun hätte uns fast 6 km Rückweg über die Staubstraße eingebracht

Wir gehen sicher 1 km über unwegsames Gelände am Zaun entlang, keine Chance . Als ich schon fast aufgegeben habe, sehe ich auf dem Weg zurück einen Stolperdraht und daneben ein Stück Zaun, dass nur mit Draht verschlossen ist. Perfekt. Hier geht es weiter. Wir sehen sporadisch auch kleine rote Punkte, die zusammen mit dem Track als Orientierung dienen.

Über einen Hügel mit schöner Aussicht auf die Küste versuchen wir zum Eingang der Agiofarango Schlucht abzusteigen. Wieder ein Zaun: rote Punkte und Track passen nicht mehr zusammen… schwieriger Abstieg.

Das Wasser ist warm !*

Am Eingang der Schlucht ist ein Parkplatz. Es ist inzwischen 15.30 Uhr , wir picknicken und machen uns an den Spazierweg durch die Schlucht zum Meer. Das Wasser ist warm, Schwimmen tut gut. Jetzt liegen noch 6 km Staubstraße vor uns. Auf dem Rückweg – es ist inzwischen 17.30 – frage ich ein niederländisches Paar, ob sie uns zurück zum Kloster mitnehmen können. Ja , wir können mitfahren. Eine abenteuerliche Straße mit haufenweise Schlaglöchern. Durchschnittsgeschwindigkeit vielleicht 10-15 km/h. Herzlichen Glückwunsch für den Mietwagen.

Am Kloster steigen wir in unser eigenes Auto um, essen noch einmal im „Mystic View“, genießen den Sonnenuntergang und freuen uns über einen gelungenen Tag.

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 4

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Samstag,17.10:von Kritsa über Gortys nach Matala

Heute sind wir zurück nach Westen gefahren, um uns nördlich der Messara – Ebene die Ausgrabungen alter minoischer und römischer Städte anzugucken.

Google Maps wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben:  am Vorabend habe ich den  Weg  gecheckt: 2,1/4 Stunden, über die Autobahn an der Nordküste entlang über Heraklion.  Perfekt.

Heute  Morgen führt mich das  Ding über kleinste Sträßchen zur Autostraße – Richtung Südküste  nach Ierapetra und dann über die die Berge nach Westen. Erlaubte Geschwindigkeiten meist 50-70 km/h, oft 40, ganz selten 90kmh. Mein Tempomat ist auf 70 eingestellt: stört gar nicht ….

Nach 3 ½ Stunden Fahrt über wenig befahrene Straßen sind wir endlich in Gortys angekommen, der größten römischen Stadt Kretas. – Zu sehen gab es kleine Mäuerchen und von weitem die Säulen eines Tempels …. Niedlich. Das nach 3,5 Stunden Fahrt. Eine weitere Erfahrung derselben Art konnte ich heute nicht mehr ertragen, so dass wir Phaistos auf morgen verschoben haben.

Was tun mit dem angefangenen Tag ? Wir haben uns für eine Wanderung bei Matala entschieden (den Ort mit den Hippies in den Höhlen vor 50 Jahren und heute Touri- Hochburg) und direkt dort auch  ein Hotel gebucht – last minute …).

Die Wanderung  von einem Aussichtspunkt mit Restaurant nach Matala ( mit Kaltgetränk im Café)  und zurück war grandios: vor allem der Rückweg über kilometerlange Felsplatten am Meer war ein echtes Erlebnis. 

Noch eine halbstündige Kraxelei, da wir direkt am Parkplatz ein geschlossenes Gatter umgehen mussten (ich wiederhole mich: Klettern mit Armeinsatz fällt bei mir zzt aus), dann nach dem Sonnenuntergang zum Abendessen ins Restaurant „Magic view on sunset“. Leckere Moussaka, Retsina und Raki mit Trauben als Geschenk des Hauses. Lecker.

Auch das Hotel  ist nett mit freundlicher und endlich mal nicht aufdringlicher Chefin. So  war es doch noch ein sehr positiver Ausklang nach dem unspektakulären Vormittag. Fazit : Weniger Auto !!!

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 3

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Freitag,16.10 Fahrt nach Kritsa mit Wanderung durch die Kritsa – Schlucht

Ich  war gestern Abend ziemlich k.o. und habe den  Blog zwar noch am Abend geschrieben,  ihn aber nicht mehr gepostet. Das habe ich heute Morgen gemacht  und mir dazu den  Wecker auf 6.30 gestellt.  Zur hellen Freude von Dagmar, die beim ersten Klingeln wach war. Ich nicht.

Es  sind knapp 1,5 Stunden nach Kritsa, wo wir uns eine kleine Kirche mit den schönsten mittelalterlichen Fresken Kretas ansehen wollen. Die Fahrt geht über die Küstenautobahn mit tollen Blicken übers Meer. Ich habe nur zunächst überhaupt nicht verstanden, warum unser Auto auf der Autobahn absolut nicht in die Pötte kam. 75 km/h max ! Ein moderner Peugeot 106. Alle Wagen hinter mir: nur genervt. Bis mein Blick aufs Cockpit fällt: der Tempomat steht auf 75 km/h und ich hab keine Ahnung, wie man den ausschaltet …

Die kleine Kirche Panagia Kera in Kritsa lohnt wirklich den Besuch. Sie ist über und über bemalt und die Fresken, die die Dorfbewohner während der türkischen Besatzung zu ihrem Schutz unter Putz gelegt hatten, sind bei der Restaurierung wieder freigelegt worden und befinden sich in gutem Zustand.  Sehr spannend !

Im Anschluss an die Besichtigung wollen wir wandern: es ist eine Halbtagestour durch die Kritsa – Schlucht geplant: Einsam ist es dort sicher nicht- zumindest nicht im oberen Teil, der im Rother Führer beschrieben ist. Deutsch ist die vorherrschende Sprache. Die Schlucht ist eng, nach dem Regen der letzten Tage führt sie auch etwas Wasser. Viel Geröll, mit einigen größeren Felsstufen – unproblematisch. Bis ich auf einmal an einer engen Stelle beide Arme brauche, um weiterzukommen: und mein ganzes Körpergewicht auf das kaputte Schlüsselbein geht nicht. Ich hab es dann mit viel Beinkraft und Gewichtsverlagerung gerade so geschafft. Schwierig. Da war eine Seilpassage kurze Zeit später fast einfacher …. Aber insgesamt ist das ein Weg, den auch kleinere Kinder so ab  6-8 Jahren gegangen  sind. Also insgesamt nicht sooooo schwierig – wenn man fit wäre.….

Wir haben den Weg auf 9 km verlängert, indem wir dem Fluss noch etwa eine Stunde weiter gefolgt sind, um dann langsam schräg den Hang aufwärts nach Kritsa zurückzulaufen. Sehr schöne Wegalternative beschrieben im Kreta- Führer aus dem Michael Müller Verlag.

Übernachtung in einer kleinen  Pension  im Ort mit leckerer griechischer Küche.

Ein sehr gelungener Tag (auch ohne Fernwanderung …)

Karte und Track der Wanderung

 

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🚶+🚗: Oktober 2026 Kreta – Tag 1-2

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Entdeckungsreise der Insel zu Fuß und mit dem Auto

Mittwoch/ Donnerstag,14.10 und 15.10: Flug nach Heraklion/ in Heraklion

Gestern Abend sind wir nach komplett unauffälliger Anreise gegen 22.00 Ortszeit – also osteuropäischer Zeit  – in unserem Appartementhotel mitten in Heraklion neben der Titusbasilika angekommen.

Es gab von der Hinfahrt einfach  nichts zu berichten – deshalb beginne ich erst heute mit dem Blog. Die entspannte Anreise liegt natürlich erneut daran, dass Dagmar und ich viel zu früh mit dem Zug nach Köln gefahren sind – so konnte uns einfach gar nichts stressen ….

Omilos Hotel: Centro Vero Suites

Den Bus zur Innenstadt haben wir auch ziemlich schnell gefunden ebenso wie das Hotel. Perfekt. Ich befürchte allerdings, dass ich mit meiner Schulter in den nächsten Tagen kaum den vollen Rucksack während einer 6-7stündigen Wanderung schleppen kann – aber vielleicht bessert sich das ja noch im Laufe der Woche …

Das  Appartement ist modern eingerichtet,  das Frühstück im Café nebenan  reichhaltig. Da nervt der Nieselregen kaum – vor allem, da wir uns zum Einstieg sowieso das Archäologische Museum vorgenommen hatten…. Fast alle Artefakte der Ausgrabungen Kretas sind nämlich in diesem Museum gelandet, so dass wir wahrscheinlich einen leichteren Zugang zu der minoischen Kultur bekommen, wenn wir nicht nur die vielleicht 50 cm hohen Reste der Mäuerchen in den Ausgrabungen sehen, sondern schon vorher erfahren haben, was für geniale Kunst dort vor 4000 Jahren gefertigt wurde.

Und so schauen wir uns staunend die Keramiken, Bronzen und Fresken der Minoer aus der Zeit von ca. 2200- 1450 v Chr an, dann die postminoische Kunst bis zu den Griechen, den Hellenismus und die Kunst der Römer, die wir nach den uralten Minoern fast schon als langweilig modern erachten …..

Erst  kurz vor 15.00  verlassen  wir das geniale Museum und schlendern ein wenig durch die Stadt: . .. viele, viele Restaurants,  tolle Kirchen  wie die  kleine St Minas Kirche und die Titus Basilika, in der die Reliquien des Begleiters des Hlg Paulus ihre Ruhe gefunden haben.

Minos Kirche. Die orthodoxe Bischofskirche. Aktuell wegen Renovierung geschlossen

Dann noch zum Meer und zum venezianischen Kastell – heute bei viel Sturm mit beeindruckenden  Wellen  (es ist draußen angenehm warm – also nicht so schlimm, ein wenig geduscht zu werden…)

Das venezianische Kastell

Das Restaurant  beim Abendessen ist nach meinem Geschmack etwas zu sehr auf Touris ausgerichtet und – ich hätte es fast vergessen – dann müssen wir schon direkt unseren Mietwagen abholen. Mit Hindernissen ….Zunächst stimmt die Adresse nicht: die angegebene gehört zu einer anderenVermietung. Wir müssen erst telefonieren, um vom richtigen Vermieter abgeholtzu werden. Dann ist bei unserem Peugeot 106 das Navi so laut eingestellt, dass uns fast der Kopf platzt… und der Vermieter schafft es erst mit viel Mühe nach mehr als einer Stunde die richtige Einstellung zu finden. Die Parkplatzsuche ist auch nicht banal, ich bin mega genervt und Dagmar kriegt ohne Grund die volle Breitseite von mir ab ….. Mies …das muss ich noch mal üben…..

Morgen wollen wir etwas wandern und uns eine kleine ganz ausgemalte Kirche weiter im Osten Kretas angucken. Ich freu mich !!


🚶+🚗: Oktober 2026 – Kreta

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Entdeckungsreise zu Fuß und mit dem Auto

… ab Mitte Oktober …
Kreta entdecken in 9 Tagen….
ein Ding der Unmöglichkeit !
Aber mit einem kleinen Mietwagen
lassen sich Tagestouren und Besichtigungen
bestimmt ganz gut unter einen Hut bringen –
mit dem Schmankerl einer kleinen Streckenwanderung
an der Südküste zum Abschluss.
Das ist der Plan.
Nur habe ich mir vor kurzer Zeit das Schlüsselbein zerdeppert
und deswegen im Vorfeld keine Ahnung,
wie weit Traum und Realität auseinander liegen….

Die Powerpoint

Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläreZusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow

Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.