🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 9

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von Lanssonay zum Réfuge du Col du Palais

Sonntag, 26.Juli 2026;10.5 km – 1100 m bergauf , 85 m bergab

Es war sehr gut, heute im Esssaal geschlafen zu haben. In der Nacht soll es mächtig geregnet umd gestürmt haben – ich habe nichts davon mitgekriegt … . Gut ausgeruht und nach leckerem Frühstück habe ich mich von Pierre – Olivier, seiner Tochter und ihrer Freundin verabschiedet – wirkluch gute Gespräche! -, um mich zunächst ohne Regen an meine 1000 Höhenmeter zu machen.

Der Anstieg fällt mir wirklich leichter als zu Beginn des Urlaubs – gut so! Aber heute geht es auch nur mäßig steil bergan: der Weg er folgt einer Fahrstrecke und schneidet nur ab und zu die großen Serpentinen ab.

Ich werfe einen längeren Blick in die Chapelle de la Glière. Heute ist Sonntag- aber in der ganzen Gegend gab es keine Messe, bei der ich auch nur den Hauch einer Chance hatte sie zu erreichen. Schon bald komme ich zu einer Fromagerie – mitten auf dem Berg. Ich kaufe genügend Beaufort, so dass das Picknick der nächsten Tage gerettet ist.


Dann wird es unangenehm: die Temperatur fällt und es fängt an zu regnen. Es ist neblig, Sichtweite etwa 20 m. Ich ziehe die Regenjacke an, kann mich aber nicht dazu aufraffen die langen Hosenbeine an die Shorts zu friemeln.

Es regnet die ganze Zeit kräftig: am Col ist die Fernsicht null und bis zur Hütte bin ich durchgefroren. Ein Bett für mich gibt es nicht und deswegen muss auch mein Rucksack draußen bleiben. Die Hütte ist mit 50 Personen brechend voll und die Hüttenwirtin scheint leicht überfordert.


Ich setze mich in die Hütte und versuche mich mit heißem Kakao und Picknick aufzuwärmen, was mir aber erst im Laufe des Nachmittags gelingt. In einer Regenpause baue ich möglichst windgeschützt das Zelt auf- nicht so einfach bei einer Hütte in so exponierten Lage … Die Hütte hat ein Problem: seit die Gletscher schmelzen, reicht das Wasser nicht mehr für die ganze Saison. Und ohne Wasser muss die Hütte schließen …
Klassisches Abendessen mit Suppe, Nudeleintopf und Kuchen zum Nachtisch – dabei Tischgespräche mit drei Frauen, die sich in Kolumbien kennengelernt und dort für NGOs gearbeitet haben. Nicht so einfach, wenn einem, wie zur Zeit üblich, die Mittel gekürzt werden. …

Ich freue mich wirklich über eure Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass ihr den Blog mögt und Spaß an meinen Reiseimpressionen habt:
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