Tag 5: Korsika – Mare e Monti: Von Tuarelli nach Galeria

Mittwoch, 13.April 2022 (13 km, 300m ↗,380M ↘)

Toll, es fängt gut an. Meine Powerbank hat heute Nacht mein  Smartphone nicht ge – sondern entladen. Und so kommt, ganz old-school, die gute alte Papierkarte wieder zur Geltung.

Das Frühstück bestreite ich aus den Essensresten im Rucksack – ziemlich spartanisch.  Aber kompensiert wird das schon wenige Minuten danach durch den phantastischen Weg entlang des Fangu: ein Wasserbecken nach dem anderen in Türkis und Blau schimmernd , das sich im Sommer sicher exzellent zum Baden und Schwimmen eignet . Dann komme ich an einer Bar vorbei, die Kaffee und leckeren Kastanienkuchen serviert. Damit wäre das Thema  „leckeres Frühstück“ auch erledigt. Jetzt kommen auch die beiden aus Marseille an und noch ein Paar aus dem Schwarzwald. Damit wandern wir zu fünft auf dem Mare e Monte – das verspricht kurzweilige Abende, wenn wir auch natürlich tagsüber nicht gemeinsam wandern.

Nach einem schönen Weg durch die Macchia mit Blicken auf das Fangudelta und dann auf das nächste Ziel – Galeria, komme ich als erste an dem neuen Etappenziel an: bisher war der Besitzer des Campings Wirt einer Berghütte gewesen und hat jetzt neu hier im Tal Jurten als Gîte eröffnet. Er hat sich echt Mühe gegeben: der Platz zum Zelten ist nett, ein zum  Duschen umgebauter Bauwagen und abends ein exzellentes Menü mit lokalen Zutaten : ein Genuss !!!

Der Herr Hund des Hauses

Außerdem hat er uns einiges über die Gegend erzählt: die Küste wurde erst Ende des 19. Jhs von den Bauern des Hochlandes besiedelt, nachdem die Sümpfe mit Hilfe von Eukalyptus trockengelegt wurden, und man so der Malaria Herr wurde. In den Sommermonaten zogen die Bauern zum Anlauftrieb wieder in ihre Heimatdörfer in die Berge. So finden sich auch heute noch die gleichen Familiennamen in je einem Bergdorf und einem Küstenort.

Morgen geht’s  nach Girolata – da führt noch nicht mal  eine Straße hin!

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