Tag 12: Korsika – Mare e Monti: Porto: Scandola und Calanche

Mittwoch, 20. April 2022 (11 km,700m↗, 260m↘)

Hier in Porto bin ich von UNESCO Naturerbe umgeben: nach Norden  die Scandola – ein vulkanischer Küstenabschnitt mit bizarren Felsformationen und außergewöhnlicher Flora und Fauna. Und im Süden von Porto liegen die Calanches: ebenfalls vulkanische bizarre Felsen, die aufgrund des hohen Eisengehalts rot leuchten.

mein Boot

In die Scandola geht’s mit dem Boot: Im Sommer muss das wie im Bienenschwarm sein: von sicher einem Dutzend Bootskompanien liegen die kleinen Boote am Pier. In denen können 10-30 Passagiere fahren und eine Tour dauert 2-4 Stunden. Das ergibt – auch wenn ich nicht gut rechnen kann – sicher mehr als 1000 Touristen allein aus Porto … .

Scandola

Nach 20 Minuten Fahrt sind wir in der Scandola angekommen : ich bin fasziniert von den bizarren Felsformationen – für detaillierte Beobachtung von Fauna  und Flora sind wir aber einfach zu weit weg,  bzw.  ist mein Fotoapparat nicht geeignet. Die Rückfahrt geht über Girolata, so dass ich den Ort jetzt auch vom Meer aus kennenlerne.

Les Calanches

Am Nachmittag habe ich mich dann zu Fuß auf den Weg nach Piana gemacht : es gibt eine Möglichkeit, über kleine Pfade, die immer wieder die Straße queren, dorthin aufzusteigen. Der Weg führt mitten durch die Calanches. Das sind bizarre, rote Felsformationen, bei denen mein Fotoapparat wieder heiß läuft. Oben in Piana angekommen, genieße ich noch ein Eis und dann heißt es, auf den Bus zurück nach Porto zu warten (1 Bus pro Tag … – das nenn ich tolle Infrastruktur …). Mit mir wartet eine Frau aus Berlin, die normalerweise meist in Osteuropa wandert und mir interessante Infos zu Rumänien und Georgien gegeben hat . Inzwischen regnet es: so wird mir der Abschied morgen nicht ganz so schwer fallen. Beim Abendessen (der Busfahrer hatte erzählt, im Cigale gebe es das beste Eis der Gegend) habe ich gegrillten Tintenfisch und gegrillte Muscheln in Olivenöl – Zitronensauce mit ebenfalls gegrilltem mediterranen Gemüse gegessen. Nicht ganz billig, aber unglaublich lecker. Dann noch das selbstgemachte Eis (der Busfahrer hatte recht) als Nachtisch – und jetzt bin ich komplett glücklich und der für die Nacht avisierte Regen kann mich mal ….

Track: Porto-Piana durch die Calanches

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