Tag 2 – Auf der Via alpina durch Slowenien, Italien und Österreich: von Dom na Komni zur Hütte Koča na Doliču

Sonntag, 8. August 2021

15 km, 1150m bergauf, 514 m bergab

Heute führt uns der Weg über schmale Pfade durch das Karstgebirge der Julischen Alpen. Die Steine sind rutschig, lose und feucht – das Wandern beschwerlich und die Gehgeschwindigkeit infolgedessen eher niedrig. So kommen wir nicht sehr zügig voran, machen auch ziemlich viele Pausen, so dass Peter uns in seiner Funktion als Wanderleiter einen Vortrag zu „Gehzeiten“ und „Unterwegszeiten“ hält – mit dem Ergebnis, dass vor allem die Fotopausen erheblich reduziert werden und ich meine Bilder aus der Hüfte schieße ….

Bei Fisselregen an den landschaftlich hochgelobten Sieben Seen vorbei, weiter– auch wenn es schon ziemlich spät ist – zum Pass hoch ( 2356m)  und dann durch eine Geröll- Wüste Richtung Triclav (dem höchsten mythischen Berg Sloweniens),  der sich von Süden gesehen wie ein Kegel inmitten dieser unwirtlichen Landschaft erhebt. Der Weg ist – eher spärlich – mit rot-weißen Punkten markiert. Irritierend nur, dass diese auf einmal an einer ziemlich weglosen Wand ansteigen … Dank der Hilfe unseres Wanderleiters haben wir auch diese Kletterpassage gemeistert und konnten dann ohne weitere Probleme zur Koča na Doliču- Hütte weiterwandern. Die Hütte liegt phantastisch am Pass inmitten dieser unwirtlichen Landschaft. Fast nur junge Kletterer übernachten hier, die den Triclav und andere Klettersteige in Angriff nehmen wollen. Die Hütte selbst – na ja: Plumpsklo mit Wassereimer als Spülung mit dem entsprechenden Geruch und ein (!) tröpfelnder Wasserhahn für alle 50 Hüttengäste haben meiner Lust auf Waschen und Sauberkeit einen erheblichen Dämpfer erteilt…

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