zu Fuß rund um die Insel: von Playa de Santiago nach San Sebastian
Mittwoch, 1. April 2026
Heute haben wir uns die Königsetappe unserer Inselumrundung vorgenommen: ich habe die Entscheidung, ob wir diese Etappe gehen, auch wegen meiner Tendinitis am Fuß, die mich immer noch etwas einschränkt, bis auf den letzten Drücker aufgeschoben. Ich (und ich denke Margot würde mir zustimmen) haben ziemlichen Respekt vor dieser Tour, die der Rother- Führer als lang und strapaziös mit 6 Stunden Gehzeit beschreibt. Und der Rother beschreibt die Wege ohne Mehrtagesrucksack … Der Weg von 20 km Länge und 1300hm im An- und Abstieg quert – wie immer in Gomera über steile Geröllpfade oder hohe Treppen auf Karrenwegen geführt – sechs Barrancos. Kein gesichertes Wasser am Weg. Die Gegend ist menschenleer, da die Bananenplantagen auch wegen des mehrere Jahre lang ausbleibenden Regens schon seit Jahrzehnten aufgegeben sind.
Aber die Idee, den Süden der Insel, durch den es keine Straßen gibt, zu erwandern, ist höchst reizvoll und so gehen wir los. Der Weg ist traumhaft: an einem gut in die Landschaft integrierten Golfhotel vorbei steigt der Weg durch unendliche alte Terrassen – wahrscheinlich Bananenplantagen – bis auf 500m an.
Wir gehen an verlassenen und verfallenen Siedlungen vorbei, in denen nach den Plantagenarbeitern offensichtlich Aussteiger gewohnt haben oder noch wohnen, die die Hauswände höchst kreativ und künstlerisch verziert haben ( mit oder ohne LSD?)… die Räume zeigen ein ungewöhnliches Gemisch aus einfacher Ordnung des täglichen Lebens und kompletten Chaos ….





Das Besondere auf diesem Weg: es hat ja in den letzten Wochen ungewöhnlich viel und heftig geregnet – und diesmal auch den Süden nicht ausgespart. Das bedeutet, dass wir durch ein Blumenmeer wandern. Ich war noch nie auf Gomera, aber ich bin mir sicher, dass dieser Anblick eher ungewöhnlich ist.
Wir gehen im weiteren Verlauf nicht den direkten Weg durch den Barranco sondern den offiziellen GR, der durch die Ferienanlage „ El Cabrito“ führt. Hier wird auf deutsche Urlauber zugeschnittener Öko- Wellnessurlaub angeboten mit Yoga- und Achtsamkeitskursen ohne WLAN. In der Outoorcommunity wurde über die Unfreundlichkeit der Betreiber geschrieben – kann ich überhaupt nicht bestätigen: wir haben sehr nett und äußerst freundlich Wasser und Kaffee bekommen – eine wichtig Stärkung für das letzte Drittel des Weges, dass mir alles an Kraft abverlangt hat.

Ziemlich auf dem Zahnfleisch – aber immer wieder beglückt durch tolle Aussichten – sind wir echt spät um 19.00 im Hotel ‚ Villa Gomera‘ angekommen.
Dusche !!!! Dann haben wir noch ein nettes Restaurant nicht weit vom Hotel gefunden (Kaninchen mit kanarischer Sauce und choko – Tiramisu als Nachtisch) und dann bin ich innerhalb von Minuten eingeschlafen …..
















