Tag 20 – zu Fuß durch die Ardennen: Orval – Lamorteau (27 km)

ruhiger angenehm zu gehender Weg durch das Wiesenland der Gaume. Das Licht zwischen den Regenschauern hat mich begeistert und meinen Photoapparat herausgefordert …

Dienstag, 25. Mai :

Ich bin heute Nacht nicht nass geworden! Ich fand den prasselnden  Regen auf die Zeltpane eher beruhigend und habe mich nur noch etwas tiefer in meinen warmen Schlafsack gekuschelt. Da erst ab 9 Uhr ein (vorläufiges ) Ende des Regens angesagt ist, habe ich mir ganz viel Zeit gelassen, habe dann die Reste des gestrigen opulenten Frühstücks verzehrt (mir fehlt entschieden der Milchkaffee: Wasser ist keine Alternative!), habe den Schlüssel der Dusche abgegeben und dabei die Gelegenheit genutzt, noch einmal durch den Bereich der Abtei zu schlendern, der nur  den Klostergästen zugänglich ist – zu denen ich offensichtlich nur eingeschränkt gehöre… , und dann bin ich in aller Ruhe Richtung französische Grenze losgewandert. Geplant waren Kaffee und kleiner Einkauf in Villers-devant-Orval – leider sind sowohl Café als auch Geschäft seit Jahren geschlossen….

Schöne Wegkreuze in der Gaume

Also geht’s ohne Stärkung weiter: zunächst für einige Kilometer nach Frankreich, da die Wegführung  nur auf diese Weise ohne Riesenumwege funktioniert – aber Grenzkontrollen gibt es auch jetzt zu Coronazeiten nicht mehr. Die Dörfer auf dem Weg zeigen alle diesen typischen Haustyp der Gaume: klein, das  Hoftor zu Straße bin, im Verlauf des Dorfes aneinandergereiht  – nur nie ! ein Geschäft oder Café. Ich mümmele also den Rest Studentenfutter und komme gegen 17.00 nach mehreren Regenschauern, die mich jeweils in die gesamte Schlechtwettermontur gezwungen haben, die ich aber mit den ersten Sonnenstrahlen wegen der Wärme auch schnell wieder ausziehen musste, in meinem B&B in Lamorteau an.

Madames Haus sieht aus wie eine Puppenstube – und die Besitzerin hat mächtig Angst, dass ich mit meinen nassen Klamotten da was kaputt machen könnte…. Trotzdem trocknet mein Zelt jetzt in meinem Zimmer und ich esse die bestellte Pizza – zu ihrem Leidwesen drinnen im Zimmer und nicht auf der Terrasse im Regen.

Aufschrift auf der Treppe: „Freiheit und Mut sind wie eine Treppe, die man Stufe um Stufe heraufsteigen muss und bei der man keine Tritte überspringen kann“


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