Tag 5 – Rund um den Cirque de Gavarnie im Nationalpark der Pyrenäen: mit dem Bus nach Gavarnie – Cirque de Gavarnie – Réfuge des Espuguettes

Mittwoch, 7.Juli 2021

11 km, 1200m bergauf, 550m bergab

Auf den Wetterbericht kann man sich auch nicht immer verlassen – glücklicherweise !  Sobald wir mit dem Bus in Gavarnie ankamen , war strahlender Sonnenschein und der Blick auf den Cirque de Gavarnie phantastisch – völlig ohne Wolken. Nach Besuch der kleinen Pilgerkirche Notre Dame du Port ( 12. JH) auf dem Weg nach Santiago  sind wir den Touristen hinterher getrottet und zum Hotel du Cirque gelangt. Wieder ein Haufen Fotos und das nette Angebot, uns gemeinsam abzulichten – dankend angenommen !

Dagmar wollte ihre Kräfte schonen, aber ich bin zwar schon mal in Gavarnie gewesen aber nie bis zur Grande Cascade weiter gelaufen. Also trinkt Dagmar einen Kaffee und ich laufe (ohne Rucksack) den Weg bis zum Fuß des Wasserfalls. Es hätte mir zu denken geben sollen, dass die Menschen am Wasserfall wie kleine Spielzeugfiguren wirken…. Der Weg war deutlich weiter als geplant: sicher 4 km hin und zurück und 300 m Höhenunterschied. Der letzte Teil des Anstiegs darüber hinaus mächtig steil – und ich war plitschnass (von der Gischt des Wasserfalls ) als ich wieder zurück war. Es hatte sich inzwischen ziemlich zugezogen und Dagmar war fast angefroren. 

Wir konnten uns  auf den nächsten 400 Höhenmetern allerdings ohne Probleme wieder aufwärmen:  zunächst auf einem Weg am Hang entlang mit steil abfallenden Felswänden, dann auf einem langen und zuletzt steilen Anstieg über Almwiesen zur Hütte.

Netterweise kam dann auch  die Sonne wieder raus und wir sahen Blumen ohne Ende: riesige  Felder von blauen Lilien, aber auch Natternköpfe, Orchideen und Eisenhut (?). Auch hier wurde die Batterie des Photoapparats wieder mächtig strapaziert…. Auf 2000 m Höhe auf einer Almwiese liegt das  Réfuge Espuguettes – wir kommen mit den ersten Regentropfen an und können zusehen, wie die Gegend im Nebel verschwindet. In der kleinen sympathischen Hütte:  sehr nette Hüttenwirtin, die uns bei der Planung einer zu lang geratenen Etappe in den nächsten Tagen mächtig geholfen hat. Leckeres Essen mit dem einzigen Problem, dass die Gäste (Corona lässt grüßen) so weit auseinander platziert waren, dass die Kommunikation schwierig war.  Aber ist schon mal etwas wirklich perfekt ?

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