Nachdem wir nach meiner gestrigen Aktion erst nach 23.00 im Bett waren (ich habe mein Gepäck noch um 2-3 kg erleichtert: auf diese Weise sind wir für warmes Abendessen jetzt auf Restaurants angewiesen), hat mich das Klingeln des Weckers um 5.15 natürlich in helle Freude versetzt. Aber der Flug nach Riga um 8.30 wartet nicht auf uns … Wir schaffen es (fast) ohne Probleme durch die Sicherheitskontrolle – diesmal ist nur Dagmar ihr Messerchen losgeworden – und kommen ohne weitere Vorkommnisse in Riga an.
Meine erste lettische Begegnung – ob typisch, kann ich noch nicht beurteilen: am Flughafenbus, auf englisch: „Fahren Sie ins Zentrum?“ – „Ja“. Ich stehe an der Tür, steige aber noch nicht ein, suche erst mein Geld zusammen. Ohne weitere Nachfrage schließt die Tür und der Bus fährt ab …..
Übernachtung in einem netten Hostel nahe des Bahnhofs und des Busbahnhofs ( Cinnamon Sally Hostel) – die Lage ist perfekt für die Weiterfahrt morgen. Wir haben Fahrräder gemietet: einfach, aber ganz ok: irgendwas zwischen Trekkingrad und MTB mit Altus Kettenschaltung, Grip-Shift und Gepäckträger. Unsere mitgebrachten Ortlieb Taschen lassen sich auf jeden Fall gut adaptieren.
Danach kurze Schnuppertour mit unseren Rädern durch die Altstadt: viel zu wenig Zeit, aber wir haben ja am Ende der Tour noch einen Tag lang die Möglichkeit, die Eindrücke zu vertiefen. Am Abend ein sehr schönes Orgelkonzert im Dom zu Riga (nicht nur Klassiker…). Für den ersten Tag war das doch schon ganz nett….
SchwarzhäupterhausDer Dom zu RigaOrgelkonzert im Dom
Wie kann man nur so verpeilt sein ? Ich habe doch tatsächlich echt Stress bei der Vorbereitung gehabt – dabei sollte ich doch eigentlich inzwischen ein richtiger Reiseprofi sein …. Aber diesmal hatte ich einfach zu viele unbekannte Größen gleichzeitig: es soll mit geliehenen Rädern, deren Qualität ich nicht kenne durch Estland gehen. Ich fahre wieder mit Dagmar und möchte am liebsten das ganze Land bereisen – nur haben wir dafür nur 14 Tage Zeit.
Aber für die Planung der Routen und für die Zeiteinteilung weiß ich einfach vieles nicht: ist der Straßenzustand so, dass wir gut vorwärts kommen? Gibt es genug Restaurants, Möglichkeiten zum Frühstücken, Hotels ? Wie anstrengend ist der Wind ? Nehmen uns Busse mit ? Welche, wann, wo ?? Wie packe ich alles für den Flug und später für die Radtour: passt das dann in die Satteltaschen ? Ist das Handgepäck nicht zu schwer?
Bei so vielen Unwägbarkeiten muss ein Zelt mit und eigentlich auch ein Kocher, und Werkzeug, und Satteltaschen und, und, und……. Aber dann habe ich alles gewogen – und war not so amused. Viel zu schwer…. Also irgendwas raus… aber Essen kaufen muss ich trotzdem.
Dann habe ich zu allem Überfluss am Dienstag noch gearbeitet – es war ziemlich stressig – eben letzter Arbeitstag. Der Kopf raucht, nur ja nichts vergessen… Sind die Türen abgeschlossen ? Der Urlaub steht auf der Website. .. ?
Andrea soll mich fahren, aber ich habe die Zeit falsch eingeschätzt. Trotz einiger Geschwindigkeitsverstöße bin ich 2 Minuten zu spät- und der Zug war ausnahmsweise pünktlich und ist also weg.
Panik. Damit ist auch der ICE von Köln nach Hamburg weg.. .. war Super- Sparpreis…
Ich fahre langsam mit dem nächsten Zug nach Köln und stelle fest, dass eigentlich alle Züge nach Norden miese Verspätung haben – schwierig, nicht spät nachts anzukommen… Ich buche einen EC zum Normalpreis (grrrrrr) und muss bis 18.00 auf die um 60 Minuten verspätete Abfahrt warten. Da ploppt die Message der DB auf: Mein eigentlicher Zug hat unterwegs nach Hamburg so viel Verspätung eingefahren, dass die Zugbindung aufgehoben ist. Warum kommt die Nachricht nicht 5 Minuten eher ??? Ich storniere das Ticket wieder – kostenpflichtig- und kann dann ganz legal den EC von Zürich nach Hamburg nehmen. Im Zug hatte ich eine sehr nette kurzweilige Unterhaltung mit einer Frau aus der Lüneburger Heide, so dass ich sogar vergesse zu essen. In Hamburg fahre ich noch mit der S Bahn weiter und komme im strömenden Regen bei Florian (Dagmars Sohn) in Hamburg an. Und es gibt sogar noch Abendbrot!
…. Keine Bilder….. die Menge der Bilder ist umgekehrt reziprok zu meinem Stresslevel …. Heute habe ich keine eigenen Fotos ….
mit dem Rad das ganze Baltikum entdecken? Zeit: zweienhalb Wochen. Da das sicher in reine Hetze ausgeartet wäre, haben wir uns auf den Norden beschränkt: Estland umrunden und dann nach Süden bis Riga- – das hört sich für mich etwas entspannter an: und so haben wir hoffentlich Zeit für die Strände, die tiefen Wälder und Sümpfe (mit Mücken??) – und hoffentlich auch spannene Einblicke in die bewegte baltische Geschichte NB: selbst das Umrunden haben wir im Endeffekt nicht geschafft – siehe Karte …..
Den Blog schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch
Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläreZusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten
Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.
Ich möchte im Laufe des Vormittags in Trier sein, um wenigstens etwas Zeit in der Stadt zu haben und nicht sofort zum Bahnhof hetzen zu müssen. Denn wir kennen ja die Bahn …. Eigentlich ist es von Aachen aus nicht sehr weit nach Trier. Schlappe 125 km Luftlinie, mit dem Rad waren es – zur Vermeidung der Höhenmeter – 230 km . Aber die Deutsche Bahn… Seit der Flut 2021 ist die Eifelstrecke von Trier nach Köln gesperrt. Das bedeutet, dass ich über Koblenz und Köln nach Aachen reise – mit 2 Umstiegen, macht 350 km und 4,5 Stunden. Das Auto braucht weniger als die Hälfte der Zeit.
Blick zurück auf Kyllburg
Also bin ich richtig früh, so um 6.30, aufgestanden und schon kurz nach 7 Uhr vor dem Frühstück losgefahren. Flussradweg ….. Zunächst gab es einen knackigen Anstieg über ca. 2 km, der mich zum Schieben gezwungen hat. Bin ich müde von den letzten anstrengenden Tagen, bin ich völlig außer Form oder ist der Weg einfach schwierig ? Oder brauch ich Frühstück ? Das gibt’s dann mit den Resten aus meiner Picknickdose so gegen 8.30. Heute ist Sonntag, alles zu, und Bäckereien gibt’s hier am Ende der Welt sowieso nicht.
Insgesamt sind die ersten 20 km heute eher fordernd – es gibt immer wieder kräftige Anstiege, auch wenn es im Endeffekt natürlich bergab Richtung Mosel geht.
Glücklicherweise kann man die Umleitungen, die noch alle seit der großen Flut ausgeschildert sind, inzwischen meist ignorieren. Das spart Höhenmeter. Nette Radler haben diese Info der Dame an der Rezeption des Campings in Kyllburg weitergegeben. Und damit mir. Vielen Dank.
Überall sieht man noch Folgen und Wiederaufbau nach der Flut: teilweise muss die ganze Bahntrasse erneuert und müssen ganz neue Dämme gebaut werden !
Landschaftlich ist das Kylltal wirklich ein Genuss: Wälder, enge Klippen, weite Wiesentäler – einfach genial! Zum Schluss dann noch die Mosel entlang – und ich bin um 11.00 in Trier.
der Hauptmarkt in Trier
Kurz in den Dom, ein Blick auf die Porta Nigra und zur Messe in die Liebfrauenkirche. Dann das „end of the tour“ Eis: Joghurtbecher mit frischen Erdbeeren und um 13.30 zunächst unproblematisch bis Koblenz. Aber dann !!! Eine defekte Oberleitung bei Remagen bewirkt, dass kein Zug mehr fährt. Rechtsrheinisch ist sowieso wegen Bauarbeiten gesperrt.
Nadlöhr Bahnhof Koblenz
Schienenersatzverkehr kommt mit Fahrrad nicht infrage. Da habe ich – in all dem Chaos auf dem Bahnsteig – eine höchst ungewöhnliche Begegnung (der dritten Art…?): Irene, die ich vor einigen Wochen in der Türkei kennengelernt habe und mit der ich einen Teil der Tour gewandert bin, läuft kurz vor mir mit ihrem Fahrrad über den Bahnsteig und redet auf den Schaffner ein, um für sich einen Fahrradplatz im ICE zu klären (sie hat es geschafft…). Erstaunen, dicke Umarmung und leider nur kurzes Gespräch, da der ICE gleich wieder fahren soll. Aber das heißt doch, dass wir und noch mal treffen müssen !! Ich brauche für mich selbst einen Platz im Nahverkehrszug – und das ist mindestens genau so schwierig! Nach weit mehr als einer zusätzlichen Stunde Wartezeit bin ich mit Glück und viel Ellenbogen nach insgesamt 4 Stunden auf dem Bahnsteig im Zug gelandet.3 Stunden später war ich in Aachen. So, jetzt geh ich um 23.00 nach 10 Stunden Fahrt ins Bett. Wie gesagt: Luftlinie 125 km….
Bahnhöfe wie Schlösser …an der Moselin Trier angekommen: am Domder Kreuzgangdas romanische Portal zwischen Dom und Liebfrauenkirchemein “ End-of-Tour-Eis“ und die Porta Nigra
Es ist wieder ein strahlender Sommertag, die Vögel singen und so habe ich überhaupt keine Probleme, mich aus dem Zelt zu schälen und bin schon vor 8.00 auf der Bahntrasse nach Westen unterwegs. Zunächst ist Stopp in Büllingen zum Frühstück in einer kleinen Bäckerei.
Vennquerbahn – nahe Losheim/ Grenze
Dann steigt die Bahntrasse bis zum höhstgelegenen belgischen Haltepunkt nahe Honsfeld an und überquert die Grenze bei Losheim. In Rekordzeit wurde die Bahn ab 1904 geplant und dann 1909-1912 gebaut: zweigleisig, mit nur geringen Steigungen und kilometerlangen Bahnsteigen. Perfekt zum Truppenaufmarsch geeignet. Bis in die 50er des 20. Jhs wurde die Strecke gut genutzt. Dann fielen die Fahrgastzahlen und der politische Wille ließ nach : zB gab es Personenzüge auf belgischer Seite Mo, Mi und Fr und in Deutschland bis Grenze Di und Do ….. . Auch die verbliebene Güterstrecke wurde 2003 endgültig stillgelegt – obwohl sie erst 15 Jahre zuvor auf Wunsch der NATO für Transporte zum Truppenübungsplatz Elsenborn aufwendig saniert worden war. Mich freut’s – so habe ich einen einfach zu fahrenden Weg durch die sonst arg hügelige Gegend…
Baden am Kronenberger See
Am Stausee Kronenburg gibt es eine öffentliche Badestelle: es ist schon heiß – also nichts wie ins Wasser! Dann kämpfe ich mich die 100 Höhenmeter zum kleinen pittoresken mittelalterlichen Dorf Kronenburg hoch und bin erst um 10.30 wieder zurück auf der Bahntrasse.
Immer bergab – ich komme auf mehr als 25 km/h ! In Jünkerath frische ich den Proviant im Lidl mit Erdbeeren, Brot und Käse auf und folge ab jetzt dem Kyllradweg nach Gerolstein: d.h., dass es auf Wirtschaftswegen immer kurz kräftig bergauf und wieder bergab geht.
Bolsdorf: Bauernhofeis zum Sebstbezahlen
Ich komme nach Bolsdorf. Das kenn ich doch! Ja, auf dem Eifelsteig bin ich an dem alten Backhaus vorbeigekommen. Heute werden dort „Bauernhofeis“ und andere Köstlichkeiten verkauft. Das Geld soll man einfach in die Kasse legen oder per Paypal zahlen. Das Eis schmeckt super zu meinen Erdbeeren … Dann geht’s weiter zunächst noch in stetem Auf und Ab: erst nach Gerolstein wird es flacher.
Kyllburg ist ein gutes Etappenziel: 90 km sind genug und es gibt einen netten kleinen familiären Campingplatz direkt an der Kyll. Er ist ausgebucht aber für Fahrradfahrer ist immer Platz. Ich bade in der Kyll, fotografiere höchst attraktive blaue Libellen- und muss feststellen, dass das Ladegerät für die Kamera zu Hause liegt. Mist! Nach Pizza im Dorf (und Eifeler Landbier vom Fass beim Warten aufs Essen) bin ich danach schachmatt. Morgen geht’s nach Trier!
KronenburgKronenburgNepomuk an der Brücke über die Kyll bei Kronenburg alte Kyllbrückel bei Kronenburg mit BrigidakapelleGeorg kämpft gegen den DrachenSchienenbus bei JünkerathSchwarzmilanBolsdorf: hier gibt’s das BauernhofeisKyllburgauf dem Zeltplatz in Kyllburg
Ich wollte an diesem langen WE eigentlich die Entdeckungsreise durch Belgien fortsetzen, bei der ich 2023 bis in die Nähe der französischen Grenze gekommen bin.
“ und dann muss man ja auch noch Zeit haben , einfach dazusitzen und vor sich hin zu schauen“
Aber …. Ich habe am Freitag keinen Wecker gestellt (wäre ja auch eine Zumutung an einem freien Tag… ) – und habe prompt so verschlafen, dass ich erst am Nachmittag in Thuin angekommen wäre.
So habe ich kurzentschossen meine Sachen gepackt und den Vennbahnradweg gewählt. Mit Auto und Rad zur Praxis und dann geht’s los. Der schwierigste Part heute war, den Einstieg in den Weg zu finden (er ist in der Nähe der Montessori– Schule): danach war es ausreichend, den Schildern zu folgen. Ich bin den Vennbahnradweg ja schon einmal gefahren, aber ich konnte mich nicht mehr daran erinnern, dass es bis Monschau quasi ununterbrochen bergauf geht. Jetzt weiß ich es wieder…
Bahnhof in Raeren
Es ist heiß heute und auf dem Weg kommt mir die Idee, dass ein Bad im Bütgenbacher See heute einfach perfekt wäre. Und der Campingplatz in Worriken direkt am See ist mit 80 km Entfernung ebenfalls ideal.
Abends beim Abendessen im Restaurant des Campings bei einem leckeren Burger mit Hoegaarden vom Fass entdecke ich, dass die Bahntrasse in Bütgenbach zur Vennquerbahn gehört und nach Jünkerath führt. Und von da aus läuft der Kyllradweg nach Trier. Die Entfernungen passen auch – und somit habe ich meine Strecke für das WE gefunden !
Der Bütgenbacher See lädt zum Badeder Campingplatz mit den Ferienhüttenlecker !!! -das Bier ist schon leer..Campingplatz Bütgenbacher See
Leider ist die direkte Bahnstrecke Köln- Trier seit dem Hochwasser 2021 außer Betrieb und ich habe gelesen, dass die Teile des Kyllradweges, die direkt am Wasser verlaufen auch noch nicht wieder befahrbar sind. Und Bahntrassen sind schon normalerweise viel weniger anstrengend als Flussradwege, die teilweis auch auf halber Höhe mit viel Steigungen ausgeschildert sind… Aber ich war zuletzt 2013 in Trier, und da wäre es ja doch mal wieder Zeit ….
hinter Kalterherberg liegen die Schienen noch und man kann Draisine fahrenam Bahnhof in Sourbrodtam Bahnhof in SourbrodtBlick über den See
… zunächst über den Vennbahnradweg, dann über die Vennquerbahn und zuletzt durchs Kylltal zur Mosel nach Trier
was tun, wenn man drei freie Tage hat ? Ich habe sie genutzt, um erneut (nach 2013 ) mit dem Rad von Aachen nach Trier zu fahren. Bei warmem Sommerwetter ging es durch eine ruhige Eifellandschaft über Bahn- und Flussradwege mit Badespots und schönen Campingplätzen. Nur die Rückfahrt mit der DB war weniger erquicklich ….
Den Blog schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch
Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläreZusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten
Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.
Wanderung über Christi Himmelfahrt von Remagen nach Monreal
eine Etappenwanderung über den Brückentag von Christi Himmelfahrt – ein Ding der Unmöglichkeit. Niemand vermietet an einem solchen Wochenende freiwillig für 1 einzelnen Tag. Also habe ich irgendwo Quartiere gesucht und einen (möglichst attraktiven) Weg zwischen den einzelnen Übernachtungsplätzen gelegt: das ergab den Weg vom Rhein in die Vulkaneifel . Ergebnis: eine sehr abwechslungsreiche 3-tägige Wandertour!
Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläreZusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten
Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.
Rückflug nach Düsseldorf und mit dem Zug nach Aachen
Das Hadrianstor in der Morgensonne
Dienstag, 22. April 2025
„Morgen geht’s dann um 9.30 zurück nach Düsseldorf – im Allgemeinen ist der Rückweg entspannter und weniger ereignisreich als die Hinfahrt“
So wollte ich gestern Abend die Reise ausklingen lassen und mir den letzten Etappen- Eintrag sparen …. Die Realität hat nicht ganz gefolgt … Im Endeffekt bin ich allerdings doch nur ca. 4 Stunden später als geplant zu Hause.
Kaleiçi – Altstadt frühmorgens
Aber zunächst kam schon in Antalya die erste Schrecksekunde, da mein Abflugterminal diesmal 2 km außerhalb lag, und ich das bei der wie immer knappen Zeitberechnung nicht berücksichtigt habe. Ich habe mich da einer spontan zusammengefundenen Taxifahrgemeinschaft angeschlossen ….
Dann ging alles gut, bis irgendwo während des Fluges auf einmal eine Düse lauter wurde. Kurz darauf wurden wir gebeten uns anzuschnallen, um wegen einer „kleinen Störung im Cockpit“ in Sofia zwischenzulanden ….. Wir haben keine Warteschleifen über dem Flughafen gedreht …. So ganz cool war ich bei der Aktion nicht. .. Nach 1,5 Stunden technischer Wartung ging es weiter. Ich hätte auch nichts dagegen gehabt, in eine andere Maschine umzusteigen ….
Skytrain Düsseldorf
Mit 3 Stunden Verspätung dann Ankunft in Düsseldorf. Diese wurde dann von der DB noch auf knapp 4 Stunden verlängert – aber das ist ja kaum der Rede wert. Die Begründung aber schon: „Liebe Fahrgäste, hier spricht der Lokführer. Ich muss gleich das Signal an einem Bahnübergang manuell schließen: also hält der Zug, ich schließe das Signal vor der Schranke, ich fahre den Zug durch und ich öffne das Signal wieder. Und dann muss ich das vor der Weiterfahrt noch protokollieren. Ich bitte um Verständnis für die sich logischerweise daraus ergebende Verspätung ….“ .Klasse. Germany 2025, Strecke Düsseldorf – Aachen. Andrea hat mich dann vom Bahnhof abgeholt und so war ich nach 12 Stunden plus Zeitverschiebung zu Hause.
Ich freue mich wirklich über eure Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass ihr den Blog mögt und Spaß an meinen Reiseimpressionen habt: zur besseren Lesbarkeit bitte auf der Übersichtsseite oder auf Seite 1 posten !
Ich muss etwas Abbitte leisten: der Wirt in meinem kleinen Hotel ist doch sehr freundlich und hilfsbereit. Das Hotel Konak, in einem alten Gebäude in der Kaleiçi, der Altstadt untergebracht, hat darüber hinaus einen Innenhof mit vielen Pflanzen – sehr angenehm fürs Frühstück…
Hotel Konak
Es gibt hier in der Nähe einen „Garten der Toleranz“ mit christlicher, jüdischer und muslimischer Beteiligung. Dort findet heute ein ökumenischer Gottesdienst statt. Für die Hinfahrt mit dem Bus habe ich mich in der Nikolauskirche in die entsprechende Liste eingetragen. – mit Handynummer. Ich gehe zum Startpunkt – keiner da. Ich suche in der Umgebung – nichts. Auch kein Anruf auf mein Handy. Ich versuche Rosina, meine Bekannte aus dem letzten Jahr zu erreichen- ihr Handy ist aus. Mist. Dann findet der Gottesdienst eben ohne mich statt ….
Ich disponiere um: wenn das vorgestern so gut geklappt hat, ohne Infos im Internet nach Aspendos zu kommen – warum dann nicht auch nach Termessos?
Otogar in Antalya
Ich hole meine Wanderschuhe aus dem Hotel, kaufe Wasser und fahre zum Busbahnhof. Hier in der Türkei gibt es keine Eisenbahn: so ist der Busbahnhof von Antalya wie ein riesiger Hauptbahnhof oder Flughafen in anderen Ländern. Mit Sicherheitscheck vor der riesigen Abflughalle der Fernbuslinien. Nebenan bei den Sammeltaxis (Dolmuş) geht es ruhiger zu. Ich finde eins, das an Termessos vorbeifährt und bald geht es los durch die unendlichen Vororte Antalyas. Mitten im Nirgendwo werde ich gedroppt, ich überquere die 4- spurige Straße und sehe „ Termessos 9 km“, puuuh. Termessos liegt auf 950 m, ich bin auf 300 m…. Glücklicherweise hält ein Taxi, wir werden uns einig. Der Fahrer bringt mich hoch – und dann schauen mer mal… .
Das Gelände der Lykischen Stadt Termessos ist weitläufig. Die Stadt mit 2 Mauerringen war fast uneinnehmbar. Möglicherweise durch einen Erdstoß versiegten aber die Quellen – und dann musste Alexander nur warten, bis die riesigen Zisternen der Stadt leer waren …..
Heute ist Termessos ein gewaltiges Ruinenfeld mit enormem Romantik – Potential. Das Theater mit Blick auf Berge und Meer, die Ruinen der Tempelanlagen, das lykische Gräberfeld … einfach genial ! Nur – wie komme ich wieder zurück ? Fürs Taxi habe ich nicht mehr genug Lira. …. Erste Möglichkeit: 9 km Straße und hoffen, dass dann ein Taxi oder ein netter Mensch hält – nicht sehr sympathisch, da ziemlich unsicher. Zweite Möglichkeit: einen nicht markierten Fußweg ins Tal nehmen: sehr sympathisch, aber bei jetzt 14.00 und ca 16 km Weg plus der Ungewissheit, ob der Pfad überhaupt begehbar ist das eine ziemlich riskante Alternative. Dritte Möglichkeit: Besucher anquatschen, mich bergab mitzunehmen.
Im Theater höre ich jemanden deutsch reden, der nicht nach Reisegruppe aussieht. Wir kommen ins Gespräch: er ist Deutschtürke, wohnt zzt in einem der Nachbardörfer, stammt aus Arnsberg und arbeitet als Programmierer für seine Firma 6 Monate im Home Office (Türkei) und 6 Monate in Deutschland. … Ja, aber er müsse seinen Bruder fragen, der sei Fahrer des Autos.
Das Hochzeitspaar
Der Bruder macht hier oben gerade Hochzeitsbilder mit seiner Frau- die Hochzeit war gestern…. Nein ich störe nicht, alles ok. Die drei sprechen alle perfekt gutes Deutsch, der Bruder ist als Informatiker jetzt hier in der Türkei selbstständig, in Deutschland waren Steuern und Abgaben zu hoch…. Seine Frau war in Deutschland Erzieherin, hat hier aber bislang noch keine Arbeit gefunden. Die kennen alle das Gelände in Termessos sehr gut, wissen genau, wo die besten romantischen Photopoints sind. Ich profitiere ….
Dann nehmen sie mich bergab mit in den nächsten größeren Vorort Antalyas, von wo ich problemlos mit Stadtbus- und bahn in die Altstadt komme. Das letzte Bad im Mittelmeer verkneife ich mir bei Wind und bedeckten Himmel, esse noch leckere Bahclavas als Nachmittagskaffee (genauer: Chai) und Anchovis zum Abendessen. Zu Rosina nach Konyaalti fahre ich leider nicht mehr – das wird mir doch zu spät….
in der Altstadt Ob der es schafft, in der Großstadt zu überleben ?Frühling in Antalya Katzenleben… wenigstens nicht alleine
Ich freue mich wirklich über eure Kommentare, die mir immer wieder zeigen, dass ihr den Blog mögt und Spaß an meinen Reiseimpressionen habt: zur besseren Lesbarkeit bitte auf der Übersichtsseite oder auf Seite 1 posten !
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