🚶Juli 2026: Im Vanoise Nationalpark – Tag 4

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von Villaron zum Réfuge les Estevelles

Dienstag, 21.Juli 2026; 14 km, 1100hm bergauf, 210 hm bergab

Frühstück um 8 Uhr auf meinem kleinen Campingplatz mitten im Nirgendwo. Gestern noch hatte mir die Wirtin eine Wegvariante beschrieben, auf der ich nicht 1,5 km zurücklaufen muss. Und diese Variante, die nicht weit hinter dem Campingplatz auf der Seite des Arc entlangläuft, erwies sich als ausgesprochen schön: endlich mal ein schmaler Pfad, der sich im sanften Auf und Ab fast bis Bonneval–sur-Arc schlängelt. Im Ort sehe ich die Fromagerie – eine Kooperative lokaler Produzenten. Ich hätte den Laden leer kaufen können, so lecker sah alles aus. Leider kann ich nicht mehr als 200g tragen… .

Bonneval

Dann noch ein Besuch in der Barock- kirche des Dorfes und schon beginnt der Aufstieg. Ich nehme mir sehr, sehr viel Zeit, steige gefühlt im Schneckentempo bergan: zunächst durchs Skigebiet, dann über einen schmalen sehr schönen Hangweg in leichtem Anstieg. Überhaupt nicht schwierig. Plötzlich halte ich an: warum bin ich in diesem Moment gestresst? Ich mache Pause, esse etwas und versuche einfach, die Gegend zu genießen. Langsam lässt die Anspannung nach. Es ist erst halb zwei, kein Gewitter in Sicht, ich habe alle Zeit der Welt… . Ich steige langsam weiter an, der Weg wird zunächst steiler, dann führt er in leichtem Anstieg die letzten 15 Minuten zum Réfuge auf 2500m.

Réfuge des Estevelles

Von dort zeigt sich mir ein Blick auf einen Cirque von Gletschern (Gletscherresten) mit Seen, der einfach grandios ist. Ich habe keine Lust mehr, mir die Seen selbst von Nahem anzusehen, bleibe einfach auf der Terrasse des Réfuge sitzen und staune.

Blick von der Terrasse der Hütte der kleine orangene Punkt ist übrigens mein Zelt

Später baue ich das Zelt möglichst wind- geschützt auf (ich denke, das ist heute wichtig), und habe dann noch etwas Lesezeit bis zum Abendessen (Suppe, Hähnchen mit Püree, Aprikosenkuchen zum Nachtisch. Dazu nette Gespräche der Tischnachbarn, die morgen alle das gleiche Ziel wie ich haben. Mit dem Posten des Blogs wird das heute übrigens nichts: es gibt wirklich überhaupt kein Netz.

PS: inzwischen weiß ich , dass ich erst 2 Tage später wieder genug Zivilisation zum Weiterführen des Blogs haben werde…


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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 3

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von Termignon nach Villaron

Montag, 20.Juli 2026 24 km, 1230 m bergauf , 860m bergab

Ich bin es nicht gewohnt, mehrere Nächte hintereinander zu zelten und muss mich erstmal organisieren. Heute morgen war ich es nicht: außer einer Banane, Nüsse und einem Schokoriegel hatte ich nichts zum Frühstück – Wasser als Getränk …. Puuh. Um 11.00 hatte ich wieder Hunger. Schlechte Planung. Zumindest habe ich mir – aber erst nach dem Frühstück- im Supermarkt im Ort Brot und Trauben gekauft.

Der Arc – gezähmt im engen Korsett


Der Weg war heute etwas langweilig und heiß – wahrscheinlich besser mit dem Rad zu fahren als zu Fuß. Auf dem Weg wieder einige kleine nette Barockkapellen (oft aus touristischen Gründen geöffnet) aber auch viele Skigebiete und Feriensiedlungen. In einem der Dörfer (Lanslevillard) gibt es es eine komplett ausgemalte Kirche. Ich war um 12.30 dort – geöffnet zwischen 16.30 und 19.00 … .
Ein paar Kilometer weiter verlasse ich den „chemin du petit bonheur“ und laufe am Ufer bzw. an den Altarmen des Arc weiter.

Hier war Baden offiziell erlaubt !

Ein Badesee! Den ich natürlich nutze. Ich habe schon überlegt, ab jetzt jeden Tag schwimmen zu gehen – um beim Abendessen zu lernen, dass das aus ökologischen Gründen hier in den Bergseen streng verboten ist … In Bessans lacht mich ein Eis an! Das nehme ich gerne, wenn ich schon meine kleine Barockkirche nicht besichtigen kann … Da die Busse ganz, ganz schlecht abgestimmt fahren, habe ich nämlich keine Chance, mir die ausgemalte Kirche in Lanslevillard anzugucken. Ich bin ziemlich knatschig – aber das Eis hilft!

… mhhh …

Dann sind es nur noch 4 km am Ufer des Arc bis zu meinem kleinen Campingplatz mitten im Nirgendwo (La Grange du Travérole) . Aber mit echt leckerem Essen : Bauernsalat, Wein und Blaubeerkuchen als Nachtisch…
Ab morgen geht es in die Berge…. Hoffentlich kriege ich das hin !




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🚶Juli 2026 Im Vanoise Nationalpark – Tag 2

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Von Modane über den GR5E nach Termignon

Sonntag, 19.Juli 2026, 23,5 km 850 m bergauf, 650 m bergab

Ich beginne heute mit einer Variante des GR 5, die langsam an den Händen des Arc in die Berge ansteigt. Bezeichnenenderweise heißt der Weg „ le petit bonheur“ – eine einfache Variante auf dem GR5, der ja vom Genfer See zum Mittelmeer führt. Ich möchte mich erstmal an den relativ schweren Rucksack gewöhnen (9kg ohne Wasser und Verpflegung), bevor in den nächsten Tagen die  Höhenmeter dazukommen.

Aber zunächst geht es schon mal 300 m bergan zur Skistation Norma mit schönem Ausblick ins Tal.

Nach einigen Kilometern erreiche ich eine riesige Festungs- anlage: das Val Cenis war ein wichtiger Pass in Richtung Italien. Und so baute das Königreich Sardinien, zu dem Savoyen gehörte,  Anfang des 19. Jhs diesen Festungsriegel, um sich gegen französische Angriffe zu schützen.  Es kam anders. Savoyen fiel 1860 an Frankreich und das Fort wurde nutzlos. Die Franzosen hatten die Auflage,  das Fort zu zerstören,  was sie nie durchgeführt haben… . Ich habe kein Lust auf ein Museum über Festungsarchitektur und gehe weiter.

In Bramans, einem nett restaurierten Weiler, zeigen Fotos an den Gebäuden,  dass diese verschlafenen Häuser früher ein lebendiges Dorf mit kompletter dörflicher Infrastruktur war – jetzt ist kein Mensch auf der Straße, die meisten Häuser werden zum Schlafen oder als Ferienwohnungen genutzt; nur ein kleines Restaurant wird von Touristen besucht.

Um die Mittagszeit  finde ich einen kleinen See, der mich magisch anzieht.  Es ist heiß und das Wasser eiskalt: die Erfrischung grandios.

Ich gehe bis Termignon weiter. Zwei schottisch Frauen, die auf dem GR5 unterwegs sind und denen ich im Wald begegne, erzählen mir nämlich von einem netten Restaurant in diesem Ort. Das kann ich im Endeffekt bestätigen: ich esse eine sehr leckere Tartiflette (Kartoffeln,  Speck mit Reblochon überbacken) in einem kleinen Restaurant- la petite ferme.

Übernachtung auf dem lokalen Campingplatz am Doron, einem Nebenfluss des Arc- das Rauschen des Flusses inbegriffen,  das alle weiteren Nebengeräusche übertönt. Glücklicherweise ist das so monoton, dass es den Schlaf nicht stört.

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🚶Juli 2026: Im Vanoise Nationalpark – Tag 1

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mit dem Zug von Aachen über Paris nach Modane

Samstag, 18.Juli 2026

Mit Margot habe ich über Ostern gelernt, wie höchst entspannt eine Anreise sein kann, wenn man nicht versucht, auf den letzten Drücker am Bahnhof zu sein. Andrea war zwar etwas genervt ob der Zumutung, schon um 8.00 loszufahren, aber so konnte ich noch in aller Ruhe meine „Beauty“ – Kollektion für den Rucksack vervollständigen
(ich habe Feuchtigkeitscrème gekauft), bevor ich den Eurostar nach Paris bestieg.

Gare du Nord


In Paris angekommen war die Frage, wie ich die 3 Stunden Aufenthalt sinnvoll nutzen könnte: ich habe mich für das Bansky Museum entschieden, das nur 20 Minuten Fußweg von der Gare du Nord entfernt ist.

Ich kannte bisher nur die populärsten Graffitis von ihm- und war höchst erstaunt und betroffen von der Mischung aus Wut, Trauer, Witz und Melancholie. Sehr, sehr gut !!

Nach kurzer Mittagspause an der „Fontaine des Innocents“ nicht weit von „Les Halles“ ging es mit der RER zur Gare de Lyon und dann mit Trenitalia über Lyon nach Modane, dem Grenzbahnhof nach Italien in der Maurienne.
Trenitalia ist wirklich eine Alternative: moderner Zug, Snack und Getränk mit Bedienung im Fahrpreis inbegriffen! Und das nicht nur in der ersten Klasse!

Grenzbahnhof Modane

Auf der Fahrt und später auf dem Campingplatz in Modane führe ich spannende Gespräche: mit einer Australierin, die mit dem Rennrad auf den Spuren der Tour de France durch die Alpen fahren will, einer in Mailand lebenden Slowenin, mit der ich unter anderem über die Sprachen auf dem Balkan gesprochen habe, auf dem Campingplatz mit einem Belgier, der mit seiner Freundin im Januar in Brüssel mit dem Rad aufgebrochen ist, um quer durch Europa zur Seidenstraße zu radeln und sich jetzt auf dem Rückweg befindet. Und zu guter letzt einen Mann aus Freiburg- offensichtlich mit osteuropäischen Wurzeln – der in den letzten vier Tagen mit eibem jahrzehntealten Trekkingrad die Alpen überquert hat, auch durch die Steppe Kasachstans radelt und in jedem Winter nach Weihnachten mit Zelt und Rad (mit Spikes) den Schwarzwald überquert. Bei diesen Geschichten erscheinen mir meine Touren wie wohlbehütete Wochenendausflüge ….

🚶 2026 Im Vanoise-Nationalpark

Ich war schon lange nicht mehr in den Alpen,
und eine Tour mit Zelt habe ich dort noch nie gemacht.
Da aber die Hütteninfrastruktur
in diesem ältesten französischen Nationalpark ausgezeichnet ist
und Zelten mit Hüttenverpflegung zum Standard gehört,
wage ich mich an diese Tour –
und hab vor allem Bammel wegen schlechter Kondition
und vielen Höhenmetern….

Powerpoint und Diashow ebenso wie den endgültigen Track kann es natürlich erst in einigem Abstand zu der Tour geben: aber die Wartezeit darauf ist ja fast so schön wie vor Weihnachten …. Einfach in einigen Wochen noch mal gucken oder sich per Mail benachrichtigen lassen …..

Den Blog
schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch

Die Powerpoint
…. erstelle ich später zu Hause: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläre Zusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow
… ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.

mehr Infos zu Wegbeschaffenheit und Höhenprofil?

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🚶Juni 2026: Wattwanderung nach Neuwerk

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von Sahlenburg zu einem Stadtteil der Hansestadt Hamburg mitten im Wattenmeer

Ich poste meine Touren und Kurztrips
normalerweise erst ab drei Tagen Länge.
Aber diese Wanderung durch den Nationalpark Wattenmeer
mit anschließender Übernachtung im Heuhotel
war für mich Landratte so außergewöhlich ,
dass ich von meiner Regel abgewichen bin.
Grandios!

Die Powerpoint erstelle ich zu Hause nach der Tour: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläre Zusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage.

Appetitthäppchen….

Karte und Track der Wanderung

 

 

🚶März 2026 La Gomera – Tag13

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zu Fuß rund um die Insel: Rückfahrt- und Flug

Freitag, 3.April 2026 (Karfreitag)

Heute  geht es schon zurück ! Selten bin ich traurig, wenn ein Urlaub beendet ist, aber diesmal wäre ich gerne noch länger geblieben.

Die Insel bietet wirklich höchst unterschiedliche Eindrücke: Nicht nur, dass der grüne Norden, der feuchte Nebelwald und der karge – jetzt aber blühende! Süden die unterschiedlichsten Landschaften hervorbringen – diesmal hatten wir auch noch den Wechsel zwischen Regen, Sturm,  Unwetter und sonnigen Tagen.

Es war gut, dass ich Zeit für Tageswanderungen mit kleinem Gepäck eingeplant  hatte, denn die Höhenmeter bei der Steilheit der Wege sind schon herausfordernd.

Auch fand ich die Idee im Nachhinein richtig,  nicht nur dem GR131 rund um die Insel zu folgen, sondern die Abstecher in den Nebelwald auch mit einzuplanen – also auch Abschnitte auf  dem GR132 bzw auf lokalen Wanderwegen, den „Rutas“  zu wählen. 

Trotzdem haben wir noch viele Facetten auslassen müssen:  weder konnten wir die Inselumrundung ganz schließen- der Nordosten mit dem Enscherada -Gebirge fehlt ebenso, wie der äußerste  Nordwesten mit den Bergen westlich von Vallehermosa. Und auch die ganz steilen Barrancos im äußersten Süden wie auch das Zentrum des Nationalparks haben wir nicht gesehen.  Wir müssen  also nochmal zurück….

Heute haben wir noch einmal gut in unserer „Villa Gomera“ gefrühstückt, konnten dann aber leider nicht ordentlich einkaufen, da ich nicht bedacht hatte, dass Karfreitag hier auch Feiertag ist.

Um 12 Uhr geht die Fähre und dann haben  wir in Los Christianos noch viel Zeit, um über die Promenade am  Strand  entlang zu gehen. Eine Ferienanlage liegt neben der anderen,  ein Restaurant  direkt am nächsten.  Das ist eine  ganz andere Art von Urlaub.  Zur Zeit haben übrigens die Spanier Ferien, so dass  wir nicht deutsch, englisch  und niederländisch  an jeder Ecke hören (nur an jeder zweiten….).

Ich hatte sogar noch Zeit bei angenehm warmes Wasser  schwimmen zu gehen…. Ich schätze knapp 20 Grad Wassertemperatur und etwa 23 Grad in  der Sonne bei leichtem Wind. Höchst angenehm!

Playa America mit schneebedecktem Teide

Der Linienbus bringt uns dann von der  Playa America direkt zum Flughafen. Irgendjemand muss mir nochmal erklären, warum ich meinen 1cm breiten  Hosengürtel aus Plastik an der Sicherheitskontrolle durchleuchten lassen muss – aber sei’s drum ….

Sonnenuntergang … Leider mit vereisten Scheibe

Unproblematischer Flug nach Brüssel mit Ankunft kurz vor Mitternacht. Die  Abholung  vom Flughafen durch Parkos dauert allerdings mies lange (40 min, obwohl die Ankunftszeit des Fluges bekannt war) und die Rückfahrt ist aufgrund der Uhrzeit etwas nervig  aber – zumindest  für mich  – entspannt: Margot fährt….

Hey, war das ein super Urlaub  !

🚶März 2026 La Gomera – Tag12

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zu Fuß rund um die Insel: in San Sebastian

Donnerstag, 2.April 2026

Was hatten wir nicht alles für Pläne für den heutigen Tag: mit dem Bus zum Nationalpark, um den Alto Garajonay, den höchsten Berg Gomeras zu besteigen, über die Enscherada Kette im Nordosten zu wandern,  die wir zu Beginn ausgelassen haben …

Im Endeffekt sind  wir in San Sebastian im Park und am Strand geblieben  …..

Busbahnhof: wir warten uns die Beine in den Bauch ….

Das lag zunächst daran, dass nach exzellentem Frühstück  in unserem Hotel der Bus – mal wieder- einfach nicht kam. Eine Spanierin erklärte uns nach längerer Wartezeit das Problem: es sind Ferien, und da fahren die Busse noch seltener als sonntags. …. Also kein Nationalpark.

Nispero

Stattdessen Bummel über den kleinen Markt: es gab leckere Tomaten, Nispero, sehr guten frischen Ziegenkäse und Brot: das Mittagessen ist gerettet!  Und dann haben wir Faultier gespielt: Lesen im Park, auf der Strandpromenade und Schwimmen im Meer und ein Eis. Alles komplett entspannt – ein Hochgenuss!

Ich stelle fest, dass es eine Messe zum Gründonnerstag gibt und wir gehen hin:  die Kirche ist (mindestens) bis auf den letzten Platz besetzt: es sind nur wenige ausländischen Touristen anwesend,  vor allem Spanier, die meist in Sonntagskleidung gekommen sind. Ein Choral singt, die Messe ist feierlich.  Und der Pastor spricht so langsam und akzentuiert,  dass ich auch ohne Spanischkenntnisse einiges verstehe. 

Zum Ausklang des Tages essen wir in einem Fischrestaurant Paella und gegrillte Napfschnecken mit gomerischem Weißwein: einfach sehr  lecker.

Morgen gehen leider schon Fähre und Flug zurück Hause: Wetter in Aachen ca.10 Grad mit Regen ….

🚶März 2026 La Gomera – Tag11

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zu Fuß rund um die Insel: von Playa de Santiago nach San Sebastian

Mittwoch, 1. April 2026

Heute haben wir uns die Königsetappe unserer Inselumrundung vorgenommen: ich habe die Entscheidung, ob wir diese Etappe gehen, auch wegen meiner Tendinitis am Fuß, die mich immer noch etwas einschränkt, bis auf den letzten Drücker aufgeschoben. Ich (und ich denke Margot würde mir zustimmen) haben ziemlichen Respekt vor dieser Tour, die der Rother- Führer als lang und strapaziös mit 6 Stunden Gehzeit beschreibt. Und der Rother beschreibt die Wege ohne Mehrtagesrucksack … Der Weg von 20 km Länge und 1300hm im An- und Abstieg quert – wie immer in Gomera über steile Geröllpfade oder hohe Treppen auf Karrenwegen geführt – sechs Barrancos.  Kein gesichertes Wasser am Weg. Die Gegend ist menschenleer, da die Bananenplantagen auch wegen des mehrere Jahre lang ausbleibenden Regens schon seit Jahrzehnten aufgegeben sind.

Aber die Idee, den Süden der Insel, durch den es keine Straßen gibt, zu erwandern, ist höchst reizvoll und so gehen wir los. Der Weg ist traumhaft: an einem gut in die Landschaft integrierten Golfhotel vorbei steigt der Weg durch unendliche alte Terrassen – wahrscheinlich Bananenplantagen  – bis auf 500m an.

Wir gehen an verlassenen und verfallenen Siedlungen vorbei, in denen nach den Plantagenarbeitern offensichtlich Aussteiger gewohnt haben oder noch wohnen, die die Hauswände höchst kreativ und künstlerisch verziert haben ( mit oder ohne LSD?)… die Räume zeigen ein ungewöhnliches Gemisch aus einfacher Ordnung des täglichen Lebens und kompletten Chaos ….

Das Besondere auf diesem Weg: es hat ja in den letzten Wochen ungewöhnlich viel und heftig geregnet  – und diesmal auch den Süden nicht ausgespart. Das bedeutet, dass wir durch ein Blumenmeer wandern.  Ich war noch nie auf Gomera, aber ich bin mir sicher, dass dieser Anblick eher  ungewöhnlich ist.

Wir gehen im weiteren Verlauf nicht den direkten Weg durch den Barranco sondern den offiziellen GR, der durch die Ferienanlage „ El Cabrito“ führt.  Hier wird auf deutsche Urlauber zugeschnittener Öko- Wellnessurlaub angeboten mit Yoga- und Achtsamkeitskursen ohne WLAN.  In der  Outoorcommunity wurde über die Unfreundlichkeit der Betreiber geschrieben  – kann ich überhaupt nicht bestätigen: wir haben sehr nett und äußerst freundlich  Wasser und Kaffee bekommen  – eine  wichtig Stärkung für das letzte Drittel des Weges,  dass mir alles an Kraft abverlangt hat.

El Cabrito

Ziemlich auf dem Zahnfleisch  – aber immer wieder beglückt durch tolle Aussichten  – sind  wir echt spät  um 19.00 im Hotel ‚ Villa Gomera‘ angekommen. 

San Sebastian !!

Dusche !!!! Dann haben  wir noch ein nettes Restaurant nicht weit vom Hotel gefunden (Kaninchen mit kanarischer Sauce und choko – Tiramisu als Nachtisch) und dann bin ich innerhalb von Minuten eingeschlafen  …..

🚶März 2026 La Gomera – Tag10

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zu Fuß rund um die Insel: von Imada durch den Barranco Guarinmar nach Playa de Santiago

Dienstag, 31. März 2026

Heute Morgen gehen wir erst später los. Wir dürfen noch bis zum Mittag im Haus bleiben und wir möchten noch etwas den Garten genießen. Leider wird das nichts mit Sonne im Garten: heute ist sehr dunstig. Saharastaub bewirkt dieses diffuse Licht, dass aufgrund der Intensität der Staubwolke heute sogar die Starts und Landungen auf den kanarischen Flughäfen beeinflusst. Dieses Phänomen, ‚Calima‘ genannt, bringt vor allem einen komplett verhangenen Himmel (so wie ein Sommertag im Ruhrpott) und- Hitze, da der Wind aus der Sahara in Afrika und nicht vom Antlantik kommt. Uns beschert es Durst und einen staubigen, trockenen Mund …

Wir wollten eigentlich mit dem Bus zurück nach Imada, um von dort durch den Barranco de Guarinmar nach Playa de Santiago abzusteigen. Ich werde nie die Busfahrpläne dieser Insel verstehen.  Der anvisierte Bus um 11.50 verschwand einfach von der Liste.  Länger wollten wir nicht warten und sind die 4 km zu Fuß gegangen. (NB., geschrieben 2 Tage später – ich hab’s kapiert: hier ist ‚Samana Santa‘ und damit gilt der deutlich eingeschränkte Busfahrplan der Osterferien).

Terrassengärten am Einstieg des Barranco

Also zu Fuß: von einer kleinen Kapelle aus nehmen wir den Einstieg in den Barranco: sofort gelangen wir in terrassierte Gärten, teils verlassen, teils bewirtschaftet.  Nach einiger Zeit wird das Tal enger, Steilwände zu beiden Seiten .

Der Weg klebt (seilgesichert) an der Wand. Im tieferen Tal Palmen, aus denen noch etwas Palmhonig gewonnen wird. Hier hat es offensichtlich gebrannt: Die Stümpfe der Palmen ragen wie dunkle Säulen ohne Krone in den Himmel. Das Dorf Guarinmar,  bis zu dem es eine Straße auf der anderen Talseite gibt, besteht nur aus wenigen Häusern. 

Der Wanderweg führt noch 3 km weiter bis zum nächsten Dorf, dann müssen wir die letzten 4 km eine allerdings kaum befahrene Straße bis zum Strand latschen. Da die Straße nur zu  wenigen kaum besiedelten Weilern führt, ist mit Verkehr auch sicher nicht zu rechnen.  Um so ungewöhnlicher, dass diese komplett neue Straße so breit angelegt ist …. Ich habe da mal  EU  – Sponsoring in Verdacht …. Das Tal im unteren Teil wird als Baustofflager genutzt (ohne Zufahrt zu der neuen Straße….). Dann sind wir in Tecina nahe Playa de Santiago. Unsere kleine  Wohnung liegt  ein paar Serpentinen hangaufwärts.

Blick von der Terrasse der Unterkunft

Nichts Besonderes- klein und funktionell, ganz ok. Pizza zum Abendessen und ich schlafe fantastisch schnell ein…