Tag 8: Korsika – Mare e Monti: Serriera-Ota

Samstag, 16. April 2022 (14 km,1100m↗ 852m↘)

Serriera

Diese Etappe habe ich völlig falsch eingeschätzt. Am Morgen sehe ich vom Gîte aus den Aufstieg – 900 Höhenmeter, und habe nach den Erfahrungen von gestern erstmal mächtig Respekt. Aber der Wirt sagt, es sei ein sehr angenehmer Anstieg, und das stimmt. Immer im Schatten geht es zunächst über einen Fahrweg und dann über gut gangbare in Serpentinen verlaufende Pfade bergan. Auch einige steilere Stellen, aber das hält sich in Grenzen. Oben eine phantastische Aussicht und dann Pause in einem lichten Kastanienwald. Es ist erst 11.00 und ich denke schon an einen langen Lesenachmittag in Ota.

Aber dann…. Steiniger steiler Abstieg, unterbrochen von einem Bad in einer kleinen Gumpe an einem Wasserfall (kaaaalt …). Dann wieder Kraxelei über hohe Felsen und  ganz viel Geröll, so dass man jeden einzelnen  Schritt sehr sorgfältig setzen muss . Das ist im auf und ab richtig anstrengend und langsam – auch wenn der Weg die letzten Kilometer kaum noch an Höhe verliert. Kompensiert wird das durch tolle Ausblicke auf die Bucht von Porto – ziemlich  touristisch, von Zeit zu Zeit schallt auch der Lärm der Hauptstraße hoch. Und es zieht sich . Und noch eine Biegung um eine  Bergnase und noch eine …

Blick von meinem Balkon ( ich habe den Schlafsaal für mich alleine)

Endlich Ankunft in Ota – es ist 15.30. Schönes Gîte, netter kleiner Ort. Es gibt Eis und die Infos aus dem Internet stimmen : Morgen ist hier um 11.00  Ostermesse: die einzige im Umkreis von 40-50 km ! Das bedeutet allerdings, dass ich mich morgen auch  erst nach 12.00 auf den Weg machen kann .

Um 19.00 fängt dann der Radau im Dorf an: Gewehrschüsse und Böller , Drehrasseln – und die Kirchenglocken werden sicher 15 Minuten geläutet: das Ende der Fastenzeit wird eingeläutet und durch dern Lärm der Teufel vetrieben. Da bin ich gespannt, was die sich morgen zur Messe einfallen lassen…

Die Familien der Wanderer stammen aus Korsika – und deren deutsche Freunde

Mit der französisch– deutschen Gruppe, mit denen ich gestern den Schlafsaal geteilt habe, komme  ich wieder ins Gespräch und wir essen gemeinsam zu Abend: der eine (Bernard) ist letztes Jahr die Haute Route in den Pyrenäen gelaufen : Traumweg !! Interessante Gespräche. Die kennen sich gut in Botanik aus und in Bezug auf Politik sind wir uns im Statement zu Europa einig. Netter Abend!

Tag 7: Korsika – Mare e Monti: Plage de Tuara – Serriera

Freitag, 15.April 2022 (15 km, 1110 m,1051m)

Gestern bin ich total zufrieden nach dem schönen Abend am Lagerfeuer eingeschlafen. Keine Ahnung also, warum ich um 1.00 hellwach war. Mir war nicht kalt, es war ruhig, vielleicht wegen des Vollmonds, der alles fast taghell erleuchtet ? Erst um 5 Uhr bin ich wieder eingeschlafen und der Wecker klingelte um 7.00. Puuuh.

Nach spartanischen Frühstück ging es dann an die Monsteretappe: da ich am Sonntag zur Messe in Ota sein möchte, musste ich (Reinhard und Raffaela hatten das von vorneherin so geplant) zwei Etappen zusammenlegen. Macht 1200 Höhenmeter und ca 8 Stunden Wanderzeit. Und es ist heiß. Heute morgen ging’s  noch, aber die Steigung heute Nachmittag bin ich nur noch gekrochen: der Weg ging im rechten Winkel zu den Höhenlinien bergauf, unglaublich viel loses Geröll und dann sofort in gleicher Weise wieder bergab. Zwischendurch dann noch leichte, aber etwas ausgesetzte Kletterei oben am Kamm – mir hat’s  gereicht.

Da konnte die Wirtin im Gîte d‘Etappe noch so lebhaft den Strand in der Nähe anpreisen – 4 km hin- und zurück zusätzlich sind heute einfach zu viel. Da hilft nur Schlafen  – was ich nach dem sehr leckeren Essen auch gleich tun werde. Die Etappe morgen hat auch 900 Höhenmeter ……

Tag 6: Korsika – Mare e Monti: Galeria – Girolata – Plage de Tuara

Donnerstag,14.April2022 (15 km,920m↗, 940m↘)

Heute morgen beim Frühstück diskutieren wir über die möglichen Wegvarianten: entweder 800 Höhenmeter und 6 Sunden über einen Kammweg mit Blick zurück Richtung Galeria im Norden und Girolata im Süden. Oder – 4,5 Stunden und 250 Höhenmeter weniger. Ich hab den Kammweg gewählt ….

Und die Wahl war gut!  Ein Ausblick phantastischer als der vorige, die schneebedeckten Berge, kleine pittoreske Buchten und das genuesische Fort von Girolata. Auf dem Weg ging es durch alte Olivenhaine, Steineichenwälder und Macchia. Auf dem Kamm leichte Kraxelei und einige etwas ausgesetzte Passagen – aber nichts ernsthaft Gefährliches.

In Girolata angekommen, war ich etwas enttäuscht: nur ein paar Bretterbuden, alle Nase lang ein Boot voller Touristen, die sich eine halbe Stunde umsehen konnten, bevor das Boot sie wieder zurück mit nach Porto nahm. Und – das Biwak hatte geschlossen, und der Chef des Gîte d‘ Étape schien eigentlich auch keine Lust zu haben, für uns zu öffnen*. So haben  wir  uns entschlossen, bis zum nächsten Strand weiter zu laufen. Wir: das sind Reinhard und Raffaela aus dem Schwarzwald, die ich schon gestern  getroffen hatte, und ich.

So komme ich zu meinem ersten Wild-Camping seit Jahrzehnten – darüber hinaus auch noch direkt am Strand – vorher Abendessen mit gerade in Girolata gekauften Panini, Tee und Schokolade am Lagerfeuer. Höchst romantisch. Die Leute aus Marseille habe ich übrigens heute nicht gesehen: schon  komisch, so viel Auswahl gibt’s hier eigentlich nicht ….

*meine Einschätzung des Gîte war wohl ein Fehler: Franzosen, die ich später getroffen habe, erzählten, der Wirt sei überaus freundlich gewesen und es habe eine tolles Fischmenü zum Abendessen gegeben – vielleicht habe ich doch was verpasst ? Aber so habe ich mit Meeresrauschen am Strand geschlafen ….

Tag 5: Korsika – Mare e Monti: Von Tuarelli nach Galeria

Mittwoch, 13.April 2022 (13 km, 300m ↗,380M ↘)

Toll, es fängt gut an. Meine Powerbank hat heute Nacht mein  Smartphone nicht ge – sondern entladen. Und so kommt, ganz old-school, die gute alte Papierkarte wieder zur Geltung.

Das Frühstück bestreite ich aus den Essensresten im Rucksack – ziemlich spartanisch.  Aber kompensiert wird das schon wenige Minuten danach durch den phantastischen Weg entlang des Fangu: ein Wasserbecken nach dem anderen in Türkis und Blau schimmernd , das sich im Sommer sicher exzellent zum Baden und Schwimmen eignet . Dann komme ich an einer Bar vorbei, die Kaffee und leckeren Kastanienkuchen serviert. Damit wäre das Thema  „leckeres Frühstück“ auch erledigt. Jetzt kommen auch die beiden aus Marseille an und noch ein Paar aus dem Schwarzwald. Damit wandern wir zu fünft auf dem Mare e Monte – das verspricht kurzweilige Abende, wenn wir auch natürlich tagsüber nicht gemeinsam wandern.

Nach einem schönen Weg durch die Macchia mit Blicken auf das Fangudelta und dann auf das nächste Ziel – Galeria, komme ich als erste an dem neuen Etappenziel an: bisher war der Besitzer des Campings Wirt einer Berghütte gewesen und hat jetzt neu hier im Tal Jurten als Gîte eröffnet. Er hat sich echt Mühe gegeben: der Platz zum Zelten ist nett, ein zum  Duschen umgebauter Bauwagen und abends ein exzellentes Menü mit lokalen Zutaten : ein Genuss !!!

Der Herr Hund des Hauses

Außerdem hat er uns einiges über die Gegend erzählt: die Küste wurde erst Ende des 19. Jhs von den Bauern des Hochlandes besiedelt, nachdem die Sümpfe mit Hilfe von Eukalyptus trockengelegt wurden, und man so der Malaria Herr wurde. In den Sommermonaten zogen die Bauern zum Anlauftrieb wieder in ihre Heimatdörfer in die Berge. So finden sich auch heute noch die gleichen Familiennamen in je einem Bergdorf und einem Küstenort.

Morgen geht’s  nach Girolata – da führt noch nicht mal  eine Straße hin!

Tag 4: Korsika – Mare e Monti: Von Bonifatu nach Tuarelli

Dienstag, 12.4. 17 km ( 800m ↗,1220m ↘)

Krokus im Schnee

Der Wirt in der Auberge sagte es schon: die heutige Etappe wird  deutlich länger und anstrengender als die gestrige.  Und so bin ich nach einer angenehmen Nacht im Zelt extra früh aufgewacht und aufgestanden. Wobei ich sagen muss, dass meine neue mit Luft aufblasbare Isomatte super  ist:  zusammen mit dem Daunenschlafsack habe ich überhaupt nicht gefroren, Schulter und Rücken tun nicht weh und ich bin nur durch Vogelgezwitscher und nicht durch Kälte oder eine unangenehme Schlafposition wachgeworden.

Dann  2.5 Stunden Anstieg auf 1250m – Dort lagen noch Schneereste und es gab einen phantastischen Blick bis nach Calvi.  Dann dachte ich,  jetzt  würde der Weg einfach und es ginge nur noch bergab – stimmt aber nur zum Teil: zwar geht es nur nach abwärts, aber der Weg ist voller Geröll, so dass ich die ganze Zeit den Boden und die Füße im Blick haben musste. Und das über sicher 12 km und 1000 Höhenmeter .

Im Tal angekommen bestätigt sich das Problem: der Campingplatz ist definitiv geschlossen. Ich frage den Besitzer, einen etwa  80- jährigen Mann (oder sieht der dank Nikotin und Alkohol nur so aus ?), der in ziemlichem Chaos  und Unordnung eine kleine Blockhütte bewohnt, um Erlaubnis – gewährt: ich darf irgendwo das Zelt aufschlagen. Die beiden Franzosen von gestern Abend kommen auch noch dazu, und wir entdecken , dass die sanitären Anlagen noch funktionieren – zumindest mit kaltem Wasser. Außerdem liegt der Campingplatz direkt am Fluss, der sich im Sommer zum Baden und jetzt für eine schnelle Ganzkörperwäsche anbietet.

Badegumpen am Fango

Zum Abendessen gemeinsames Menü mit chinesischer Tütensuppe von mir und Gurke und korsischem Käse von den beiden.  Ich denke, dass wir uns in den nächsten Tagen häufiger sehen werden – wir scheinen ja aktuell die einzigen Wanderer auf diesem Weg zu sein.

Tag 3: Korsika – Mare e Monti: Von Calenzana nach Bonifatu

Montag, 11.April 2022 (13 km, 580 ↗ , 285 ↘)

Der erste Aufstieg

Zum Frühstücken bin ich in die Bäckerei gegangen : dort gab es leckeren Milchkaffee und wirklich exzellente Petits pains au chocolat. Ein Genuss. Dann noch kurz in den Spar, um Teebeutel und irgendwas Essbares für morgen Abend zu finden, da am übernächsten Etappenziel der (einzige) Campingplatz geschlossen ist. Hier, am Einstieg des GR20 dachte ich, die Geschäfte seien auf Fernwanderer eingestellt – Fehlanzeige. Nur Tütensuppen aber keine leichten gefriergetrockneten Gerichte – den GR 20 scheinen also entweder junge Leute zu laufen, denen das Rucksackgewicht egal ist oder Menschen, die – besser organisiert – schon zu Hause ihre Vorräte auffüllen….

nach dem Waldbrand vor eingen Jahren

Um 9.00 ging’s dann los! Zunächst ein kräftiger Anstieg bis zum Abzweig des Mare e Monti vom GR 20. Jetzt sind die Wegzeichen nicht mehr rot/ weiß sondern orange.Vor einigen Jahren muss der Wald hier gebrannt haben: hochgewachsene Pinien gibt es nicht mehr – stattdessen dichten Buschwald und Macchia. Nach einem steilen Anstieg bleibt der Weg auf gleicher Höhe und läuft auf einem leicht gangbaren Forstweg ins Tal. Immer wieder ergeben sich weite Ausblicke ins Tal des Figarella.

am Figarella

Mittagspause dann auch am Ufer dieses Flusses. Riesige rundgewaschen Felsblöcke liegen im Flussbett – als ob Riesen Boule gespielt hätten … Jetzt nur noch ein Anstieg aus dem Flusstal zur Straße und ich bin viel früher als errechnet an der Auberge in Bonifatu. Biwak und Halbpension: das ist die geniale Kombination, um gut zu essen, ohne das Tagesbudget zu sprengen.

Heute hatte ich den ganzen Nachmittag zum Faulenzen: Lesen, die nächste Etappe planen, Zeltaufbau und Dusche . Und sogar noch Zeit für einen Aperitif (Pfefferminzlimo) vor dem wirklich leckeren Wanderer Menü mit Gemüsesuppe und Lasagne. Schade um Bier und Wein – die fehlen mir schon etwas: aber nach Ostern wird’s  damit besser- ich zähle die Tage. ….

Abends waren zwei junge Männer am Nachbartisch, die auch den Mare e Monti wandern. Gut so. Dann bin ich nicht total alleine …

Tag 2: Korsika – Mare e Monti: mit dem Zug nach Calvi und zu Fuß nach Calenzana

Sonntag,10.April 2022, 14 km( 400m ↗, 160m↘)

Heute morgen gab’s Frühstück in einer kleinen Bar (Croissant mit Cappuccino), bevor ich in die berühmte Schmalspurbahn von Ajaccio nach Calvi gestiegen bin: 5 Stunden für 150 km – Luftlinie: 70km. Die Diesellok muss bergauf schon ziemlich  schnaufen – immerhin geht es 1200 Höhenmeter aufwärts und die Aufforderung „Blümchenpflücken während der Fahrt verboten“ hätte hier abschnittsweise durchaus ihre Berechtigung. Auf dem Weg: unglaublich viele Brücken, einige Tunnel und vor allem extrem enge Kurven, da sich die Schienen meist an die Berghänge schmiegen und dem Hang folgen. Toll !

Gegen 12.30 dann Ankunft in Calvi- kurzer Aufenthalt zu Besichtigung und Picknick und dann (die Busse fahren nicht sonntags) 14 km zu Fuß nach Calenzana. Zunächst etwa 5 km am Strand entlang – sehr angenehmer Weg bei blauem Himmel und genialem Blick auf verschneite Berge und Sandstrand. Dann durch einen Pinienwald und an einem kleinen Fluss entlang. Leider folgten dann allerdings noch gut 5 km Straße, bis ich zuletzt auf einen kleinen Feldweg nach Calenzana gelangt bin.

Ich hatte heute mächtig Schwein : gerade wollte ich wieder anhalten, um meinen schmerzenden kleinen Zeh zu verarzten (wieso tut der eigentlich weh?  ich hatte die Schuhe doch schon auf der letzten Tour an!), da halten 2 Männer aus dem Dorf in einer überaus klappigen Kiste an und fragen, ob ich mitfahren möchte. Klaro!

Ich übernachte im Gîte communal und erfahre, dass ich heute der einzige Gast bin. Da auch die letzten und wahrscheinlich die nächsten Tage hier niemand übernachtet hat bzw. übernachten wird,  werde ich wohl auch auf dem Mare è Monti weitgehend allein sein. Dafür sorgt allerdings auch das defekte Telefon der Verantwortlichen im Gîte. Insgesamt nur mäßig cool. Abendliche Gesprächspartner finde ich nämlich ganz nett. Und das Gefühl, nicht ganz alleine unterwegs zu sein, ist auch nicht zu unterschätzen…

Tag 1: Korsika – Mare e Monti: Flug nach Ajaccio

Samstag, 9. April 2022

Lüttich Guillemins

Für die Liebhaber meiner Hinfahrt -Abenteuer: ich habe es wieder nicht geschafft, eine ruhige, unproblematische Anreise zu bewerkstelligen. Diesmal bin ich sicher früh genug losgefahren: Abfahrt von zu Hause um 9.00, um in  Welkenraedt den Zug gegen 9.24 zu nehmen, wenn der Flug um 15.00 in Charleroi abgeht. Sollte reichen, oder ?

Aber…. blöderweise bin ich versehentlich in Châtelet statt in Charleroi ausgestiegen… und musste dann einen Bus zu suchen, der früher am Flughafen war, als der nächste Zug eine Stunde später. Geschafft. Das Online Check- in hatte nämlich im Vorfeld nicht geklappt – meine Registrierungsnummer gäbe es nicht ….

Im Endeffekt war der Check – in am Flughafen unproblematisch, der Rucksack als Handgepäck kam in den Gepäckraum, so dass ich Zeltstangen und kleines Messer nicht durch die Sicherheitskontrolle bringen und so auch nicht die Länge der Messerklinge des Taschenmessers mit dem Sicherheitspersonal diskutieren musste. Gut so!

Nach Fotos der Alpen und der französischen Küste (von oben gesehen) bin ich  bei 16 Grad  und Sonne gegen 16.45  in Ajaccio angekommen. Bei 100€ für 1000 km Flug sollten 7 km Bus zum Zentrum 10€ kosten …. . Ich bin zu Fuß gegangen.

Kleines Hotel in der Nähe des Bahnhofs (Le Palais : einfach und sauber) und leckere Pizza in der Pizzeria „ la Citadelle“ ( noch nie probiert: Schafskäse mit Honig ohne Tomatensauce ). Vorher noch klitzekleiner Stadtbummel. Ganz ok für einen Reisetag …

🚶 April 2022: Über den Mare e Monti auf Korsika

Mare e Monti – der Name ist Programm:
bei idealem Wetter 10 Tage Wanderung durch den Nordwesten Korsikas zwischen Bergen und Meer
im steten Auf und Ab auf schmalen und oft steinigen Bergwegen:
phantastische Aussichten und Ruhe en masse !

Den Blog schreibe ich meist während der Tour : abends, wenn ich aufs Essen warte, vor dem Einschlafen oder nachmittags auf der Hütte. Blogs gibt’s also meist dann, wenn ich solo unterwegs bin. Manchmal ist das Netz so schlecht, dass ich den Blogtext nur in Word schreiben kann und auf einen der nächsten Abende mit besserem Internet warte – manchmal schaffe ich es aber sogar, die Bilder auch schon zeitnah hochzuladen. Auf jeden Fall liefert der Blog die aktuellsten Impressionen- es ist eben das Reisetagebuch

Die Powerpoint erstelle ich später zu Hause: da suche ich die Hintergrundinfos zu den besuchten Orten heraus, erkläre Zusammenhänge und Details und stelle meine Fotos zusammen. Die Quelle zu den Texten bilden dabei Bücher, Wikipedia, Infos der Touristenbüros aber auch andere Internetseiten. Vor allem aber versuche ich mit etwas Animation die Bilderfolge interessanter zu gestalten

Die Diashow ist im Pinzip die abgespeckte Variante der Powerpoint. Vor allem gedacht für einen kurzen Überblick. Auch wenn ihr den Download der Powerpoint scheut oder keinen Viewer habt, kommt dieser Weg infrage

mehr Infos zu Wegbeschaffenheit und Höhenprofil?

Tag 14- Rund um den Cirque de Gavarnie im Nationalpark der Pyrenäen: Rückreise Toulouse – Kelmis

In unserem kleinen Hotel gibt es auch noch ein gutes Frühstück – klasse ! Dazu kommt, dass es nicht weit von der Markthalle „Victor Hugo“ entfernt liegt, und dort kenne ich einen ganz tollen Käsehändler. Ich lasse mich wieder beraten und kann nach Herzenslust probieren. Der Händler kennt wirklich seine Ware und er findet trotz meiner unbeholfenen Beschreibungen  eine Auswahl an Käsesorten, die genau meinem Geschmack entspricht. Jetzt muss der Käse nur noch schnell nach Kelmis gelangen  Das könnte allerdings schwierig werden: in NRW, Rheinland Pfalz und der Wallonie gab es in den letzten Tagen starken Dauerregen, so dass es zu schlimmen Überschwemmungen gekommen ist – der Thalys fährt deswegen nur bis Brüssel. In dieser Situation machen wir Bekanntschaft mit einer netten Frau mit ihrem Sohn, die eigentlich heute noch bis nach Paderborn wollten.

Wir finden von Brüssel aus einen Zug nach Welkenraedt. Liège Guellemines ist nach dem Regen wieder zugänglich. Aber danach fährt der IC praktisch über die Felder: zunächst bis Visé an der Maas entlang, aber dann über eine einspurige Güterstrecke am Coq Mosan vorbei über Montzen nach Welkenraedt. Dort wartet Fadi, Andreas  Freund. Da die Verbindungen zur  Weiterfahrt nach Aachen und Köln höchst spärlich sind, biete ich Übernachtung im Hotel Levasseur an und wir verbringen mit dem Gratin, den Andrea uns gezaubert hat einen sehr angenehmen Abend zusammen. Am nächsten Morgen bringe ich die beiden und kurze Zeit später auch Dagmar noch zum Bahnhof in Aachen und dann geht’s ans Aufräumen (nach 14 Tagen „sturmfrei….“) Aber das nehme ich nach einem so genialen Urlaub gerne in Kauf….